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Zehn Städtepartnerschaften, eine Patenschaft und der Europapreis
Nicht nur innerhalb Europas, sondern bis nach Russland und in die USA und neuerdings bis Südamerika pflegt die Universitätsstadt Tübingen partnerschaftliche Verbindungen. Ein reger kultureller und politischer Austausch findet zwischen den befreundeten Städten und Gemeinden statt, der von offiziellen Besuchen über Kooperationen von Schulen und Universitäten bis hin zu Gastauftritten und gemeinsamen Projekten im kulturellen und wirtschaftlichen Bereich viele Anknüpfungspunkte für einen lebendigen Kontakt bietet. 1965 wurde Tübingen für das vielfältige Engagement auf europäischer Ebene mit dem Europapreis ausgezeichnet. 1968 wurde im Rahmen einer Patenschaft eine Boing 737-130 der Lufthansa auf den Namen „Tübingen“ getauft. Inzwischen trägt das dritte Flugzeug unseren Namen. Zudem ist Tübingen Mitglied der Organisation Mayors for Peace.
Aigle (CH)Unterzeichnet wurde der Partnerschaftsvertrag zwischen Tübingen und der Stadt Aigle im „Suisse romande“ (Kanton Waad) am 12. Oktober 1973. In engem Kontakt standen beide Gemeinden jedoch schon vorher: durch das Austauschprogramm zwischen dem Kepler-Gymnasium in Tübingen und dem Collège d’Aigle. Verschiedene Vereine sowie der gegenseitige Besuch offizieller Delegationen und der Gemeinderäte/innen tragen ebenfalls zur Pflege der Partnerschaft bei, deren 30. Jubiläum beim Tübinger Stadtfest im Juli 2003 gefeiert wurde.
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Aix-en-Provence (F)Seit dem 20. Oktober 1960 besteht die Städtepartnerschaft zwischen den Universitätsstädten Tübingen und Aix-en-Provence. 1965 wurden Aix-en-Provence und Tübingen für ihre Aktivitäten im Rahmen der Städtepartnerschaft mit dem Europa-Preis ausgezeichnet. Mit einer Vielzahl an Austauschprogrammen, der engen Beziehung beider Universitäten, gemeinsamen Kulturprojekten und gegenseitigen Händlerbesuchen auf den Märkten ist das gegenseitige Interesse auch nach über 40 Jahren groß geblieben.
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Ann Arbor (USA)Die 1824 von schwäbischen Einwander/innen mitbegründete Stadt Ann Arbor in Michigan schloss am 17. November 1965 offiziell ihre Partnerschaft mit der Universitätsstadt Tübingen. Das Tübinger Amerika-Haus (d.a.i.) und der Schwabenverein Ann Arbor hatten für das Zustandekommen der Partnerschaft wichtige Hilfen gegeben. Seit 1987 wird im Zweijahresrhytmus regelmäßig ein Austausch für Schüler/innen aller Tübinger Schulen angeboten. Gegenseitige Besuche und ein lebendiger Künstleraustausch pflegen die Verbindung.
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Durham (GB)Die Partnerschaft mit der Grafschaft Durham in England besteht seit Juli 1969. Den Anstoß gab ein vom Kepler-Gymnasium in Tübingen organisierter Jugendaustausch, der bis heute jährlich Jugendliche aus dem County Durham nach Tübingen führt und umgekehrt. Auch das Tübinger Carlo-Schmid-Gymnasium pflegt seit Jahrzehnten einen schulinternen Austausch, zahlreiche Vereine und Orchester unterstützen ebenfalls die Freundschaft. Seit 1993 etabliert sich in Durham die neue Technologie und birgt Möglichkeiten für einen Technologie-Transfer zwischen beiden Partnerstädten.
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Kilchberg (CH)
Die Städtepartnerschaft zwischen dem Ortsteil Tübingen-Kilchberg und Kilchberg bei Zürich wurde 1956 gegründet und 25 Jahre später 1981 schriftlich besiegelt. Jahr für Jahr finden Treffen der Verwaltungen, der Feuerwehren und der Vereine statt. Private Beziehungen und Freundschaften runden das gute Verhältnis ab. Jährlich im Wechsel wird ein Jugendaustausch mit Ferienprogramm durchgeführt. [ mehr ]
Kingersheim (F)
1959 lernten sich die damaligen Bürgermeister der Gemeinden Hirschau und Kingersheim (Elsaß) kennen. Nach intensiven Gesprächen konnten die beiden Bürgermeister ihre Gemeinderäte und Bürger im Jahr 1963 überzeugen, dass eine Aussöhnung zwischen Franzosen und Deutschen am besten durch Partnerschaften auf Gemeindeebene voran gebracht werden kann. Diese Überzeugung mündete in die feierliche Vertragsunterzeichnung am 14. September 1963 in Kingersheim. Seit dieser Zeit gibt es zwischen den beiden Gemeinden eine sehr rege Partnerschaft auf kommunaler, privater und Vereins-Ebene. [ mehr ]
Monthey (CH)Zwei Schweizer Schriftsteller gründeten 1948 die internationale Bürgermeisterunion bei Vevey am Genfer See, in deren Rahmen die Städte Tübingen und Monthey 1954 zum ersten Mal Kontakt aufnahmen. Am 14. Juni 1959 wurde die Partnerschaft offiziell besiegelt. Programme für den Schüleraustausch, offizielle Delegationen, gegenseitige Künstlerbesuche, gemeinsame Ausstellungen und Konzerte halten bis heute die enge Verbindung aufrecht.
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Perugia (I)Zahlreiche freundschaftliche Beziehungen, unter anderem über die gemeinsame Partnerstadt Aix-en-Provence, führten am 21. Juni 1984 zur offiziellen Städtepartnerschaft zwischen Tübingen und Perugia. Seither besuchen sich Schulklassen, Vereine, Sportmannschaften, Künstler/innen und Vertreter/innen der Gemeinderäte und Stadtverwaltungen mit ungebrochenem Interesse. Seit 1996 verleihen Perugias Händler und Kulturgruppen dem Umbrisch-Provenzalischen Markt in Tübingen italienienische Würze.
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Petrosawodsk (RUS)1987 beschloss der Tübinger Gemeinderat mit einer vergleichbaren Stadt der damaligen Sowjetunion eine Partnerschaft - im Oktober 1989 wurde sie mit der karelischen Stadt Petrosawodsk offiziell. Die Verbindung lebt durch die langjährigen Kontakte auf verschiedensten Ebenen und nicht zuletzt durch die Bereitschaft den manchmal beschwerlichen Weg über die große räumliche Entfernung auf sich zu nehmen.
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Villa El Salvador (Peru)Am 23. September 2006 haben Bürgermeister Jaime Zea Usca und Oberbürgermeisterin Brigitte Russ-Scherer gemeinsam die Urkunde unterzeichnet, mit der Villa El Salvador und Tübingen ihre Städtepartnerschaft besiegeln. Ziel der Städtepartnerschaft, die der Tübinger Gemeinderat im Dezember 2005 beschlossen hatte, ist der kulturelle und politische Austausch, die Völkerverständigung, die aktive Friedensarbeit sowie die Intensivierung von Beziehungen von ehrenamtlichen Gruppen.
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Europapreisträgerstadt TübingenDie Universitätsstadt Tübingen erhielt 1965 als erste Stadt in Baden-Württemberg und als dritte in Deutschland den Europapreis. Das 40jährige Jubiläum wurde am 6. Mai 2005 im Rathaus mit einem Festakt gefeiert. Die mit dem Preis ausgezeichneten Städte/Gemeinden haben sich zu der "Arbeitsgemeinschaft der Europapreisträgerstädte" zusammengeschlossen und treffen sich jährlich. Seit 2004 ist die frühere Tübinger Oberbürgermeisterin Brigitte Russ-Scherer Präsidentin der Arbeitsgemeinschaft.
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Lufthansa
Die Universitätsstadt Tübingen hat unter den zahlreichen Partnerstädten auch eine Patenschaft mit der Lufthansa. Am 1. Juli 1968 hat die Stadt die Patenschaft für ein Flugzeug mit der damaligen Kennziffer D-ABEN City-Jet – eine Boeing 737 – übernommen. Diese Boeing wurde auf den Namen „Tübingen“ getauft. Bis heute besteht die Patenschaft, allerdings fliegt heute ein moderner Airbus 319 mit dem Namen „Tübingen“ über europäischen Boden. | mehr |
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