© 2005 www.tuebingen.de | Enter![]() Ausstellungsplakat zu Enter
![]() Rechenmaschine von Wilhelm Schickard
![]() Altair, Foto: Heinz Nixdorf Museums Forum, Paderborn
23. September – 26. November 2006
Enter! Das Persönliche im Computer Vor fast 400 Jahren erfand Wilhelm Schickard in Tübingen die Rechenmaschine. Dahinter stand sein Wunsch, eine Maschine zu entwickeln, die dem Menschen geistige Arbeitsprozesse abnehmen sollte. Dieser Wunsch wurde in weitreichender Art und Weise erst mit dem modernen Computer erfüllt. Vor allem der PC, der persönliche Computer, sorgte in wenigen Jahren für grundlegende Änderungen in unserer Berufs- und Alltagswelt. Galten die digitalen Rechner noch bis in die 1970er Jahre eher als geheimnisvolle "Elektronengehirne", die nur von Eingeweihten bedient werden konnten, so nutzen heute Acht- bis Achtzigjährige mit der größten Selbstverständlichkeit Computer für Schule, Arbeit oder Freizeit. Die Ausstellung zeigt ein kleines, aber ungemein wichtiges Stück Technik-, Wirtschafts- und vor allem Alltagsgeschichte. Dabei feiert der PC, wie wir ihn kennen, geprägt von IBM und Microsoft, in diesem Jahr sein 25jähriges Jubiläum.
Programm zur Austellung
Eröffnung der Ausstellung Interessierte sind herzlich eingeladen.
Sonntag, 1. Oktober 2006, 15 Uhr
Mittwoch, 4. Oktober 2006, 19 Uhr Der Presse entnehmen wir täglich Informationen über neue Sicherheitslöcher und bekannt gewordene Hackereinbrüche. Doch „live“ erlebt man Hackereinbrüche in aller Regel nicht. Während dieser Live-Demo wird eine Vielzahl echter Hackertechniken demonstriert, erläutert und diskutiert. Insbesondere finden auch Angriffe auf Systeme im Internet statt. Schauen Sie einem Profi über die Schulter und sehen, wie Sicherheitsbarrieren umgangen werden. Der Eintritt ist frei.
Sonntag, 5. November 2006, 15 Uhr
Freitag, 17. November 2006, 19 Uhr Musik entsteht heute zu großen Teilen am Computer. Zwei Filmmusikspezialisten, die auch an der Tübinger Musikschule unterrichten, haben jeweils eine Musikversion zu dem Sechs-Minuten-Stummfilm „Cigarette mon amour“ geschrieben. Zwei Schülerinnen der Musikschule haben eine dritte Version entwickelt. Alle drei Filmmusiken werden an diesem Abend aufgeführt – natürlich live zum Film, wobei eine Fassung improvisatorisch abgewandelt wird.
Freitag, 24. November 2006, 19 Uhr Prof. Herbert Klaeren gibt profund, aber doch auch unterhaltsam-verständlich, mit vielen Anekdoten und Reminiszenzen gewürzt und verfeinert, einen guten Einblick in die Welt der Computer und Informatik. Haben Informatiker, weil sie doch den ganzen Tag auf den Bildschirm schauen, sich kaum von ihm losreißen können, denn keine viereckigen Augen? Und leben sie nicht vor allem von kalter Pizza, versetzt mit ein bisschen Zigarettenasche, versüßt mit klebrig-warmer Cola? Nun, der Rätsel und Ungereimtheiten sind viele: die Informatik ist eine junge Disziplin. Viele Pioniere der ersten Stunde leben noch. Trotzdem gerät vieles aus der Gründerzeit bereits in Vergessenheit, weil sich die Wissenschaft so wie die Computertechnik in rasendem Tempo weiterentwickelt: Was gestern noch ein Wunder war, ist heute selbstverständlich - und morgen bloß noch langweilig. Kaum jemand kann sich angesichts der Komplexität moderner PCs heute noch vorstellen, dass es dereinst mit viel weniger Technik schon großartige, überzeugende Softwarelösungen gegeben hat. |