© 2005 www.tuebingen.de | Zur Geschichte des Kornhauses1453 wurde am Ammerkanal ein überdachter Kornmarkt eingerichtet, der sich zu einem Umschlagplatz von regionaler Bedeutung entwickelte. 1512 erweiterte man das zweigeschossige Gebäude durch einen Querbau, 1564 und 1607 wurden beide Häuser aufgestockt. Das neue Geschoss hieß »Bürgerhaus« und diente der Geselligkeit, für Feste, Tanz- und Theaterveranstaltungen.
Ab dem 18. Jahrhundert wechselten sich Schulen, Feuerwehr und das Rote Kreuz als Mieter ab. Zunächst zog die Deutsche Knabenschule, dann Klassen der Mädchenschulen und der Realschule ein. Ins Erdgeschoss kamen nach dem Auszug des Kornmarkts 1892 zunächst die Feuerwehr und dann das Rote Kreuz. Sämtliche Nutzungen führten zu einschneidenden Umbauten des mittelalterlichen Hauses.
1985 begann die Sanierung des Kornhauses für das Stadtmuseum. Die lange Bauzeit gestattete großflächige und ergiebige archäologische Grabungen und baugeschichtliche Untersuchungen. So konnte vieles über die frühere Gestalt des Gebäudes und die Nutzung des Geländes erforscht und zahlreiche bedeutende Funde geborgen werden. Der Umbau respektierte den historischen Bestand des Hauses, auf Rekonstruktionen wurde verzichtet.
Im Jahr 1991 war der Umbau beendet. Seither ist das Kornhaus ein lebendiger Ort der Kommunikation, der allen Interessierten zur geschichtlichen Spurensuche offen steht. Kontaktdaten und Öffnungszeiten
Universitätsstadt Tübingen
Stadtmuseum im Kornhaus Kornhausstraße 10 D-72070 Tübingen E-Mail: stadtmuseum tuebingen.de
Tel.: 0 70 71 / 204 - 17 11 Fax: 0 70 71 / 204 - 17 97 Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag, 11 - 17 Uhr |