Wohnraum für Flüchtlinge

Bis Ende 2018 benötigen möglicherweise bis zu 2.000 Flüchtlinge Anschlusswohnraum in Tübingen. Die menschenwürdige, integrationsunterstützende und stadtentwicklungspolitisch sinnvolle Unterbringung dieser Menschen ist eine große gesellschaftliche und planerische Herausforderung. Die Stadtverwaltung möchte Geflüchtete an möglichst kleinteiligen und integrierten Standorten unterbringen.

Neuer Wohnraum an 20 Standorten
Derzeit nutzt die Stadt dafür sowohl den eigenen Wohnungsbestand als auch den ihrer Tochtergesellschaft GWG. Außerdem hat die Stadtverwaltung auch von privaten Eigentümern Wohnraum angemietet. Zusätzlich wird in den nächsten Jahren an etwa 20 Standorten dauerhaft neuer Wohnraum für Geflüchtete geschaffen. Sieben der zukünftigen Wohnstandorte wurden über ein Optionsvergabeverfahren an Baugruppen, Genossenschaften und andere Investoren vermarktet.

Viele Nutzergruppen
Dieser Wohnraum kann dann zunächst für Flüchtlinge, später aber auch für andere Gruppen wie Studierende, Klinikpersonal oder Personen mit niedrigem Einkommen genutzt werden. Wo es möglich und sinnvoll ist, wird der neugeschaffene Wohnraum auch gleich anderen Nutzergruppen zugänglich gemacht, zum Beispiel bei gemeinsamen Wohnprojekten mit Flüchtlingen.

Schnelle Verfügbarkeit ist wichtig
Priorität bei der Bereitstellung von Wohnraum für Geflüchtete hat derzeit die schnelle Verfügbarkeit. Deshalb bieten sich vor allem Flächen zur Bebauung an, die bereits im Besitz der Universitätsstadt Tübingen, zügig von dieser zu erwerben oder anderweitig in öffentlicher Hand sind. Auch die Kirchen stellen teilweise Flächen zur Verfügung. Einige dieser Flächen eignen sich für eine Entwicklung durch private Bauherren oder die derzeitigen Eigentümer wie Landeseinrichtungen, andere für die Entwicklung durch die städtische Tochtergesellschaft GWG. Dies gilt insbesondere für einige wenige Standorte, an denen zügig Modulbauten erstellt werden sollen.

Weitere Informationen
Übersichtskarte: Standorte für Anschlussunterbringung
Präsentation der Stadtverwaltung von September 2016