Anschlussunterbringung

Für die Unterbringung von Flüchtlingen im Stadtgebiet Tübingen tragen die Kommune und der Landkreis eine gemeinsame Verantwortung. Nach ihrem Aufenthalt in einer Landeserstaufnahmeeinrichtung werden die Asylbegehrenden auf Stadt- und Landkreise verteilt. Während der Bearbeitung des Asylantrags werden sie in Tübingen vom Landkreis untergebracht. Diese sogenannte „vorläufige Unterbringung“ geschieht überwiegend in Gemeinschaftsunterkünften, die das Landratsamt betreibt.

Geflüchtete, die eine Aufenthaltserlaubnis erhalten haben, dürfen anschließend ihren Wohnort frei wählen. Auch Flüchtlinge, die bereits mehr als zwei Jahre in einer Gemeinschaftsunterkunft gelebt haben, sowie geduldete Geflüchtete, die aus bestimmten Gründen nicht in ihr Heimatland rückgeführt werden können, müssen die vorläufige Unterbringung verlassen.

Mit Ende der vorläufigen Unterbringung haben die Betroffenen sechs Wochen Zeit, sich selbstständig Wohnraum zu beschaffen. Nach Einschätzung des Landkreises gelingt dies dank der ehrenamtlichen Unterstützungsnetzwerke im Moment noch häufig. Finden die Betroffenen in dieser Zeit keinen Wohnraum, sind die Städte und Gemeinden des Kreises für die Unterbringung der Menschen in der sogenannten „Anschlussunterbringung“ zuständig. Die Anzahl der von der Stadtverwaltung unterzubringenden Menschen richtet sich dabei nach einer festgelegten Quote.