Optionsvergabe an Bauherren

Sieben Flächen, die als Wohnstandorte für Geflüchtete in der sogenannten Anschlussunterbringung vorgesehen sind, hat die Universitätsstadt Tübingen im Jahr 2016 über ein bundesweit einmaliges Optionsvergabeverfahren an Bauinteressenten vermarktet. Insgesamt soll dadurch Wohnraum für rund 500 Menschen entstehen. Die Neubauten sollen zunächst als Wohnquartiere für geflüchtete Menschen zur Verfügung stehen und später auch von anderen als preisgünstiger Wohnraum genutzt werden.

In der ersten Vergaberunde gab es rund 120 Bewerbungen von 50 potenziellen Projektträgern. Elf Projektgruppen erhielten Ende Juni 2016 die Option für ein städtisches Grundstück. Unter den siegreichen Bewerbern sind private Bauunternehmen, genossenschaftliche Bauträger und private Initiativen in der Tradition der Tübinger Baugruppen. Zwei Parzellen liegen an der Brückenstraße, drei Gebäude sollen am Hechinger Eck entstehen, drei am Horemer und zwei am Heuberger Tor.

In der zweiten Vergaberunde waren die Standorte „Am Kohlrain“ in Tübingen-Bühl und „Hohenberger Straße“ in Tübingen-Hirschau ausgeschrieben. Zwei Grundstücksoptionen wurden Mitte November 2016 vergeben.