© 2005 www.tuebingen.de | Dr. Leopold-Lucas-PreisMit dem Dr. Leopold-Lucas-Preis werden alljährlich hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Theologie, der Geistesgeschichte, der Geschichtsforschung und der Philosophie gewürdigt. Geehrt werden dabei insbesondere Persönlichkeiten, die zur Förderung der Beziehungen zwischen Menschen und Völkern wesentlich beigetragen und sich durch Veröffentlichungen um die Verbreitung des Toleranzgedankens verdient gemacht haben. Mit einem Preisgeld von 40.000 Euro ist es die höchst dotierte Auszeichnung der Tübinger Universität.
Die Auszeichnung wurde 1972 von dem am 9. Juli 1998 verstorbenen Generalkonsul Franz D. Lucas, Ehrensenator der Eberhard Karls Universität, zum 100. Geburtstag seines im Konzentrationslager Theresienstadt umgekommenen Vaters, des jüdischen Gelehrten und Rabbiners Dr. Leopold Lucas gestiftet. Die Evangelisch-theologische Fakultät vergibt den Preis alljährlich im Namen der Universität Tübingen.
Zu den bisherigen Preisträgern gehören namhafte Wissenschaftler wie Karl Rahner, Paul Ricoeur, Raimund Popper oder Michael Walzer, aber auch hervorragende politische Repräsentanten des Geistes und der Kultur wie Richard von Weizsäcker, Léopold Sédor Senghor, der frühere senegalesische Staatspräsident, oder Tenzin Gyatso, der 14. Dalai Lama. Im Jahr 2006 wurde der Dr. Leopold-Lucas-Preis dem Professor emeritus für Französisch, Literatur- und Kulturwissenschaften René Girard von der Stanford University in Kalifornien verliehen.
In diesem Jahr wurde der Dr. Leopold-Lucas-Preis an die Londoner Publizistin und Religionswissenschaftlerin Karen Armstrong verliehen. DiePreisverleihung fand am 12. Mai 2009 im Festsaal der Eberhard Karls Universität statt.
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