© 2005 www.tuebingen.de | Sehenswürdigkeiten von WeilheimWeilheimer SteleEinen außergewöhnlichen Fund brachte der Zufall im April 1985 zutage. Bei Baumaßnahmen wurden mehrere Teile eines ursprünglich etwa 4,5m hohen, beidseitig verzierten Pfeilers aus Stubensandstein entdeckt. Gesichert ist, dass der Menhir, der an Größe alle anderen weit überragt, auf Kontakte des Neckarraumes mit dem Alpengebiet und Oberitalien im Verlauf der Frühen Bronzezeit hinweist. Das Orginal steht im Landesmuseum in Stuttgart, eine Nachbildung wurde in der Nähe der Fundstelle aufgestellt.
NikomedeskircheDie jetzige Kirche ist auf den Fundamenten einer älteren Vorgängerin in der Zeit zwischen 1499 und 1521 erbaut worden. Somit wurde die Kirche sozusagen am Vorabend der Reformation und natürlich noch als "katholische" Kirche erbaut, in spätgotischem Stil, mit halbachteckigem geschlossenen Chor, mit spitzbogigen Fenstern, die spätgotisches Maßwerk aufweisen. Der Chor hat ein feingliederiges Netzgewölbe, das Schiff ist mit einer flachgetäfelten Holzdecke versehen. In der Mitte der Decke findet sich ein Gemälde mit Christus als Weltrichter und der Jahreszahl 1530. Zum 500-jährigen Jubiläum im Jahr 1999 erstrahlte die Nikomedeskirche innen und außen in neuem Glanz.
Weilheimer ScheunenAm 16. August 1849 morgens gegen 10 Uhr ereilte Weilheim die größte Brandkatastrophe seiner Geschichte. Vernichtet wurden durch den Brand etwa zehn große Scheuern mit ihren Nebengebäuden und Schuppen im südwestlichen Viertel des Dorfes. Nach einheitlichen Grundsätzen errichtete man schon ein Jahr später eine über 112m lange Scheunenfront, die sich bis in unsere Zeit fast unverändert erhalten hat und die zusammen mit Kirche und Pfarrhaus das gesamte Ortsbild von Westen her prägt. Die landwirtschaftliche Nutzung der Scheunen gehört der Vergangenheit an. Architekturstudent/innen der Uni Stuttgart haben Möglichkeiten zur Wohnnutzung der Scheunen ausgearbeitet. Zwei der Scheunen sind inzwischen umgenutzt, ohne dass das Ensemble der Scheunenfront leidet.
Schloss Kreßbach und Eckhof
Kreßbach liegt auf der aussichtsreichen Liasplatte des Rammerts im Osten der Gemarkung Weilheim, am Rande des Steinlachtales. Den Mittelpunkt des Wohnplatzes bildet das 1766 erbaute dreistöckige Schloss, an das sich talwärts ein weitläufiger Park mit der Schlosskapelle und dem Friedhof anschließt. Auf derselben Höhe, weiter südlich, befindet sich der Hof "Eck" (Eckhof), der bis vor Jahren zum Besitz des Schlosses Kreßbach gehörte.
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