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Geschichte von Kilchberg

Im Jahr 1236 hat der Pfalzgraf Wilhelm von Tübingen seine Tochter Adelheid mit Kuno von Münzenberg verheiratet und darüber eine Urkunde ausgestellt. Als Zeuge war anwesend ein Heynrikus de Kirchperc. Diese Urkunde dient den Geschichtsforschern als erste Nennung Kilchbergs. Im Jahre 1261 taucht als Nachfolger der Name "Lescher" und die Schreibweise "Kilchberg" erstmals auf.

 

Die Geschichte des Schlosses:
Grob zusammengefasst lassen sich die Besitzergenerationen so darstellen:
Von 1261-1438 waren es die Lescher, deren Wappen noch heute das Kilchberger Wappen ist. Auf blauem Grund ein goldener nach oben gekehrter Halbmond begleitet von vier - einer oben, drei unten - goldenen, sechsstrahligen Sternen.

 

Im Jahre 1438 ging Kilchberg über in den Besitz des Rudolf von Ehingen. Dieser war der Stiefsohn des Konrad Lescher, der 1411 eine verwitwete "Ehingerin" heiratete. Der bedeutendste Sohn des Rudolf von Ehingen war Georg der I, der als Berater des württembergischen Grafen Eberhard 1477 an der Gründung der Universität Tübingen beteiligt war, und das Schloss im heutigen Zustand baute. .

 

Im Jahre 1608 starb der Mannesstamm der Ehinger aus. Das Erbe traten die Herren von Closen an, durch Heirat einer Tochter der Ehinger.

 

Im Jahre 1721 verkauften die Closen das Gut an die Herren Leutrum von Ertingen. Bereits 1755 hatte der Freiherr von Tessin in die Familie eingeheiratet und im Jahre 1779 das Schlossgut geerbt. In dieser Familie ist das Schloss noch heute.

 

Mit Beginn des Jahres 1806 kam Kilchberg unter württembergische Landeshoheit – statt des im Dorfe lebenden Freiherrn von Tessin war nun der neue König Friedrich Landesherr. Zuständige Verwaltungsbehörde war das Königliche Oberamt in Tübingen. Auch die vormals dem reichsritterschaftlichen Adel für seine Besitzungen noch überlassen gewesene Ausübung der Gerichtsbarkeit in erster Instanz und ebenso der Polizeiverwaltung wurde im Jahr 1809 aufgehoben.

 

Die Einwohner/innen von damals (ca. 280) waren aber immer noch landwirtschaftlich von den Schlossherren abhängig. Bis auf einen Bürger waren alle evangelisch, nach dem sich das Dorf von Georg von Ehingen 1559 dem Protestantismus angeschlossen hatte. Da der Nachbarort Bühl vorderösterreichisch war und zu den Hohenbergischen zählte, war Kilchberg der Grenzort zum katholischen Rottenburger Raum.

 

Heute ist dies überholt 55% Kilchberger sind evangelisch, 22% sind katholisch.

 
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