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Sehenswürdigkeiten von Kilchberg

Kirche

Der Schutzpatron Martin von Tours bezeugt das hohe Alter der Kirche. Im Jahr 1500 kam zu dem bestehenden Langhaus ein nach Norden vorspringender Kapellenbau. Dem Stil nach muss der Chor mindestens zwei Jahrhunderte zuvor entstanden sein.


Der Einbau einer Orgel im Jahr 1756 brachte den Umbau der 1500 angebauten Kapelle in die heutige Form des Nordschiffes mit sich; über dem neu gewonnenen Raum für die Gemeinde ließ Ernst Friedrich Leutrum von Ertingen eine neue Herrschaftsempore einbauen und dem Nordgiebel seine heutige Gestalt geben.

 

Die Kirche birgt mehrere Grabdenkmale. Erwähnenswert ist ein nahezu lebensgroßes Kruzifix über dem Zugang zur Turmkapelle. Von dem ehemaligen Altar sind eine Predella mit drei gefassten Holzplastiken, eine Muttergottes mit den Heiligen Georg und Martin, erhalten geblieben. Eine ausführliche Broschüre ist im Pfarrhaus zu erwerben.

 

Schloss

An Stelle des heutigen Schlossgebäudes stand früher eine Ringmauerburg. Einziger erhaltener Teil ist der ehemalige Bergfried, vor 1632 mit Zinnen bekrönt, die 1721 einer aufgesetzten Altane weichen mussten. Später entstand östlich des Turms das "Hintere Schloss", eine trotz vieler Umbauten im wesentlichen erhaltene Anlage. Um 1490 ließ Georg I. von Ehingen an der Nordseite des Turmes eine Kapelle über einem als Archiv genutzten Untergeschoss anbauen. In ihr stand früher der von den Ulmer Künstlern Weckmann und Zeitblom geschaffene "Kilchberger Altar". Das heutige Hauptgebäude dürfte aus dem 16. Jahrhundert stammen. 1563 entstand der Wasch-, Back- und Remisenbau mit dem vorspringenden Erker im Südteil des "Hinteren Schlosses".
 

Keltengrabhügel

Der zwei Gräber beherbergende Hügel, dessen Durchmesser 13 Meter beträgt, wurde 1968 entdeckt, archäologisch erschlossen und 1972 in seiner alten Form wiederhergestellt. Auf seinem Scheitel steht eine menschenähnliche, etwas 120 cm hohe Steinfigur, deren Kopf geometrische Muster aufweist.


Das eine Grab wird in die ältere Hallstattzeit (8. bis 7. Jahrhundert vor Christus) datiert, das zweite Grab in die jüngere Hallstattzeit (6. Jahrhundert vor Christus).


Das Erscheinungsbild des durch seine menschliche Großplastik beeindruckenden Denkmals, weist auf Beziehungen zum italienisch-etruskischen Raum hin.

 
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