© 2005 www.tuebingen.de | 13. Tübinger Peru-TageDie 13. Tübinger Peru-Tage werden vom Partnerschaftsverein Villa El Salvador-Tübingen e.V. und dem Peru-Arbeitskreis im Aktionszentrum Arme Welt zusammen mit vielen weiteren Kulturträger veranstaltet.
Programm: „Die Frauen von Churubamba“ – Frauenfußball in Peru Filmvorführung und Diskussion In den Anden spielen die Frauen Rundenspiele der Dorfgemeinschaften. Als Preise winken: Saatkartoffeln, Meerschweinchen und Hühner. Montag, 26. November 2007, 20 Uhr im Club Voltaire, Haaggasse 26 b
Biodiversität und Migration in Peru Filme, Vortrag und Diskussion mit Maja Tillmann, Filmemacherin aus Huancayo, Peru, Dr. Maruja Salas, Ethnologin. Film: Essen wir vielleicht Geld? PRATEC – Lima 2006 Wie die Erdölgewinnung die indianischen Dörfer im Amazonas bedroht. Ein Film über die Reaktion einer Dorfbevölkerung im Dschungel gegen die Verschmutzung ihres Gebietes durch die Invasion einer Erdölgesellschaft. Die indianischen Kleinbauern betonen den Wert ihres Landes zum Anbau verschiedener Nahrungsmittel, sie wehren sich gegen die Verschmutzung ihres Gebietes. Film: Watunakuspiy CEPROSI – Cusco 2007 – das Treffen der Bauern und der Zyklus des Mais'. Das andine Wissen wird wiederbelebt. Mittwoch, 28.November 2007, 20 Uhr im Salzstadel bei der Jakobuskirche
Entwicklungspolitischer und literarischer Spaziergang von Lima nach Villa El Salvador Nani Mosquera, Literaturwissenschaftlerin Lima, die über 8 Millionen zählende Hauptstadt Perus, hat viele Gesichter. Mit Dias, Musikbeispielen und ausgewählte literarischen Texten soll ein Rundgang durch die Jahrhunderte dieser peruanischen Metropole, der Heimatstadt der Referentin, unternommen werden. In den letzten 70 Jahren sind Millionen von Andenbewohnern, die wegen der Armut und der Gewalt in der ländlichen Region in die Elendsviertel von Lima, wie Villa El Salvador, geflüchtet in der Hoffnung, dort ein besseres Leben zu haben. Dort in unserer Partnerstadt endet der Rundgang. Donnerstag, 29. November 2007, 20.15 Uhr, in der VHS, Loretto, Katharinenstr. 18
Erdbeben in Peru – Zerstörung des Kulturerbes und die Rolle des indigenen Wissens beim Wiederaufbau Alain Hays und Silvia Matuk, Architekten aus Grenoble, Frankreich Durch das Erdbeben in Peru sind im letzten August nicht nur 160000 Häuser, sondern auch erneut bedeutende Gebäude des peruanischen Kulturerbes (insbesondere aus der Kolonialzeit) zerstört worden. Auf dem Land werden die Häuser noch mit den traditionellen Methoden gebaut, doch durch falsche Wiederaufbaubestrebungen wird das traditionelle Wissen der Andinen Baumeister verleugnet. Damit wird ein weiteres Kulturerbe gefährdet. Alain Hays und Silvia Matuk sind Architekten aus Grenoble, die seit 35 Jahren zu traditioneller Architektur, speziell Erdbauten, und Erdbebensicherung in Lateinamerika und in China gearbeitet haben. Freitag, 30.November 2007, 19 Uhr im Institut Culturel Franco-Allemand, Doblerstraße 25
ChocolART Peru-Stand in der Altstadt von Tübingen In den Herkunftsländern des Kakaos, wie zum Beispiel in Peru, wird Schokolade fast nie gegessen oder Kakao nur an Weihnachten beim Kakaofest, der „Chocolatada“, getrunken. Kakao als Lebensmittel ist dort viel zu teuer. Denn es wird als landwirtschaftlicher Rohstoff exportiert. Dienstag, 4. Dezember 2007 bis Sonntag, 9. Dezember 2007
Die Kehrseite der süßen Schokolade Podiumsdiskussion mit Thomas Seeger, Pressesprecher der Firma Ritter, Bruno Gebhardt-Pietzsch, Fairer Kaufladen, Walter Schwenninger, Partnerschaftsverein Villa El Salvador – Tübingen e.V. Moderation: Reinold Hermanns, SWR Mittwoch, 5. Dezember 2007, 20 Uhr im Tübinger Rathaus
10. Dezember Menschenrechtstag: Von Uchuraccay bis Fujimoris Auslieferung. 20 Jahre Menschenrechtsarbeit in Peru Walter Schwenninger, Ex-MdB und Mitglied der ehemaligen Internationalen Menschenrechtskommission in Peru. Folgende Fragen werden erörtert: Warum kam der Terror in Peru auf? Wie hat der Staat reagiert? Welche Formen von Gewalt gab es? Wie haben die Menschenrechtsorganisationen den Opfern der Gewalt eine Stimme gegeben? Wie hat die Wahrheitskommission gearbeitet? Wie erreichte man, daß Fujimori jetzt seinen Prozeß bekommt? Auch in Villa El Salvador, wo Maria Elena Moyano vom Leuchtenden Pfad umgebracht wurde spielte dieVerteidigung der Menschenrechte vom Anfang an eine wichtige Rolle. Montag, 10. Dezember 2007, 20 Uhr in der VHS, Loretto, Katharinenstr. 18
Maca – die andine Knolle der Zukunft Filmvorführung und Diskussion Die Macaknolle wird in den peruanischen Anden in über 3.500 Metern Höhe unter extremen klimatischen Bedingungen angebaut. Die Maca wurde von den Spaniern verboten, weil der Wurzel nachgesagt wurde, dass sie die Fruchtbarkeit der Indios verbessere. Heute wird gefordert, dass US-Firmen die Maca durch das Patentrecht nicht pharmazeutisch ausnutzen. Mittwoch, 12. Dezember 2007, im Club Voltaire, Haaggasse 26 b
Lebenswelten der Metropole Lima Stadtentwicklung und urbane Identitäten der peruanischen Hauptstadt Dr. Kathrin Golda-Pongratz, Architektin, Universitat Politècnica de Catalunya in Barcelona. Die Tübinger Partnerstadt Villa El Salvador ist eine Stadt in der Stadt, Teil der metropolitanen Zone Limas, der Hauptstadt Perus, die der Vortrag porträtiert. In der Metropole Lima, die auch als der „Spiegel Perus“ bezeichnet wird, treffen Traditionen und Bräuche aus allen Teilen des Landes, aus wirtschaftlichen und politischen Krisen entstandene Überlebensstrategien und auch die Auswirkungen internationaler Strömungen und globaler Entwicklungstendenzen aufeinander. Donnerstag, 20. Dezember 2007 im Salzstadel bei der Jakobuskirche |