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„Tübingen macht blau“ – neue Klimaschutzkampagne

22.04.08

Ist es nun Werbung für die blaue Tonne oder für ein neues Schwimmbad? Seit rund zwei Wochen wird in Tübingen gerätselt, was sich hinter „Tübingen macht blau“ verbirgt. An Großplakatwänden, in Schaufenstern und Bussen, ja sogar als Gratispostkarten in Kneipen – immer wieder stößt man im Stadtgebiet auf die junge Frau, die auf einer grünen Wiese vor dem Hölderlinturm liegt. Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer hat jetzt das Geheimnis gelüftet. „Tübingen macht blau“ ist das fröhliche Motto der städtischen Klimaschutzkampagne. Sie startet offiziell mit einem Aktionstag am Regionalmarkt am Samstag, den 26. April 2008.

 

Den Anfang für eine wirksame Klimaschutzstrategie hat Tübingen bereits im vergangenen Jahr gemacht und eine Vielzahl von Initiativen angestoßen. Nun sollen möglichst viele Menschen, Verbände und Institutionen in der Stadt zum Mitmachen animiert werden. Es geht darum, konkrete Verhaltensänderungen zu erreichen, um dem bereits begonnenen Umdenken die notwendige Nachhaltigkeit zu verleihen. Ziel ist es, den CO2-Ausstoß in Tübingen bis zum Jahr 2010 um zehn Prozent zu reduzieren.  

 

„Klimaschutz muss zum Anliegen einer Bürgerbewegung werden“, sagt Oberbürgermeister Boris Palmer. Bis 2020, so sein ehrgeiziges Ziel, soll der CO2-Ausstoß um 70 Prozent sinken. Palmer ist überzeugt, dass Tübingen eine Vorbildrolle als Klimaschutzkommune spielen wird. „Wo könnte Klimaschutz vor Ort gelingen, wenn nicht in Tübingen?“, fragt er und verweist auf die vielen Möglichkeiten, in Tübingen „blauzumachen“.

 

Im Rahmen der Klimaschutzkampagne „Tübingen macht blau. 10% weniger CO2 bis 2010“ hat die Stadtverwaltung jetzt einen Fahrplan zu mehr Klimaschutz erstellt, der in den kommenden Tagen an alle Haushalte im Stadtgebiet verteilt wird. Das Faltblatt enthält viele Anregungen und Ideen, wie die Bürgerinnen und Bürger einen persönlichen Beitrag für einen blauen Himmel über Tübingen leisten und dabei CO2 und Geld sparen können. Zum Beispiel, indem sie am Samstag, den 26. April 2008 an den Infostand der Stadtverwaltung vor dem Rathaus kommen. Gegen Vorlage eines Gutscheins aus dem Faltblatt und im Tausch gegen eine alte Glühbirne bekommen die ersten 1.000 Bürgerinnen und Bürger dort pro Haushalt eine kostenlose Energiesparlampe der Firma Isotronic.

 

Passend zur Energiesparlampe gibt’s am Stadtwerke-Stand nebenan Informationen rund um die Themen Ökostrom, Energiesparen und Energieeffizienz. Die Stadtwerke Tübingen beteiligen sich an der Klimaschutzkampagne der Stadt mit einem attraktiven Ökostromwechselangebot, das bis 30.06.2008 läuft. Wer sich bis zu diesem Zeitpunkt für einen der beiden Ökostromtarife (bluegreen und energreen) der Stadtwerke entscheidet, kann attraktive Preise zum „Blaumachen“  gewinnen.

 

Auch die Agentur für Klimaschutz ist am Aktionstag mit von der Partie. Sie berät am Infostand der Stadtverwaltung über die energetische Sanierung von Gebäuden und Fördermöglichkeiten. Wer mag, kann sich am Infostand für einen kostengünstigen Spritsparkurs im Juni bei einer Tübinger Fahrschule anmelden oder sich in eine Liste für den kostenlosen Verleih von Energiemessgeräten eintragen. Damit kann man ganz einfach den Stromverbrauch seiner Elektrogeräte testen und Einsparpotentiale aufdecken.

 

Für die kleinen Besucher gibt es im Rathaus einen Malwettbewerb. Wer malt den schönsten Bären? Acht Gewinner besuchen mit je einer Begleitperson und Oberbürgermeister Boris Palmer das Eisbärbaby Wilbär in der Wilhelma.

 

Beim professionellen Fotoshooting im Zelt vor dem Rathaus können Tübinger Bürgerinnen und Bürger dem Klimaschutz ihr Gesicht geben. Die schönsten Bilder finden später Verwendung bei der Tübinger Klimaschutzkampagne. Diese ist auf zwei Jahre angelegt und besteht aus verschiedenen Bausteinen. Bereits im Mai und Juni steht die ökologische Mobilität mit Schnupperwochen bei teilAuto Spritsparkursen bei Tübinger Fahrschulen und der Einführung eines Tübinger Klimapasses für Autos auf dem Programm – und wer nicht ohnehin schon die Angebote des Stadtverkehrs Tübingen (SVT) nutzt, kann spätestens jetzt die Gelegenheit dazu wahrnehmen und vom Auto auf den Bus umsteigen. Weitere Schwerpunkte der kommenden Monate sind der Umstieg auf Ökostrom und das Thema „Blaue Wunder erleben – in modernen Gebäuden“. Schließlich dient momentan ein Drittel der Energie in Deutschland dem Heizen. Neue oder sanierte Gebäude können davon leicht zwei Drittel einsparen.

 

 

Pressestelle der Universitätsstadt Tübingen



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