© 2005 www.tuebingen.de | Melanchthon-Bildnis im Stadtmuseum Tübingen19.11.08 Das Stadtmuseum Tübingen hat ein besonderes Porträt von Philipp Melanchthon erworben. Das Brustbild des Humanisten und Reformators bereichert die stadtgeschichtliche Sammlung der Universitätsstadt. Es entstand kurz nach seinem Tod 1561 im künstlerischen Kreis um Lukas Cranach. Der Erwerb des Werkes ist durch die Ernst von Siemens Stiftung München ermöglicht worden, die öffentliche Kunstsammlungen unterstützt.
Das Porträt zeigt Philipp Melanchthon mit aufgeschlagenem Buch und besitzt hohen Seltenheitswert. Lukas Cranach, einer der bedeutendsten Maler und Grafiker der Reformationszeit, schuf viele Bildnisse der deutschen Humanisten und Reformatoren sowie seiner Dienstherren Kaiser Maximilian I., Karl V. und Herzog Johann Friedrich. Vergleichbare Melanchthon-Porträts sind in Museen wie dem Frankfurter Städel oder dem Mauritzhuis in Den Haag sowie in der Sammlung Steiner in New York zu sehen.
Für die Tübinger Stadthistorie ist der Reformator Philipp Melanchthon in mehrfacher Hinsicht von Bedeutung: Als junger Student hat er sich an der Universität immatrikuliert und die Fächer Astronomie, Musik, Arithmetik und Geometrie studiert. Die Universität Tübingen prägte maßgeblich seinen Werdegang. Melanchthon betrieb philologische, pädagogische und philosophische Studien und suchte sich auf humanistischer Grundlage ein möglichst universales Wissen anzueignen, bevor er sich der Theologie zuwandte. In seine Tübinger Zeit fallen auch die ersten Publikationen.
Hinweis für die Presse: Ein Foto des Melanchthon-Porträts steht im Bilddownloadbereich unter www.tuebingen.de/presse zur Verfügung. |