Lotte Reiniger

Dauerausstellung

Die Welt in Licht und Schatten. Scherenschnitt, Schattentheater, Silhouettenfilm

Das Tübinger Stadtmuseum zeigt die weltgrößte Präsentation des Gesamtwerks von Lotte Reiniger. Die virtuose Scherenschnittkünstlerin entwickelte das Medium zu einem bis dahin nicht gekannten Höhepunkt, sie war erfindungsreiche und phantasievolle Schattenspielerin und Filmpionierin. Die Kunst des Scherenschnitts verwendete Reiniger auch für ihre Silhouettenfilme. Vor allem „Die Abenteuer des Prinzen Achmed“, der zwischen 1923 und 1926 als erster abendfüllender Animationsfilm der Geschichte produziert wurde, machte Lotte Reiniger berühmt. Das moderne europäische Schattentheater wurde entscheidend von ihr geprägt.

Lotte Reiniger, geboren 1899 in Berlin, gestorben 1981 in Dettenhausen, praktizierte von Jugend an die Kunst des Scherenschnitts und wurde mit ihren Silhouettenfilmen weltweit bekannt. Schon früh entwickelte sie ihren unverkennbar eigenen Schnittstil, der sie rasch berühmt machte. Ihr erstes Scherenschnitt-Werk entstand aus Theatersilhouetten, die sie während ihres Besuchs der Schauspielschule von Max Reinhardt schnitt. Wie vom Theater war Lotte Reiniger ihr Leben lang vom Tanz fasziniert. Bis in die 1950er Jahre stellte sie nach jedem Besuch einer Ballettvorstellung Scherenschnitte her. Nachdem der Nachlass von Lotte Reiniger im Stadtmuseum zu großen Teilen gesichtet, inventarisiert und zum Teil auch restauriert wurde, eröffnete das Stadtmuseum im März 2008 die umfassende Dauerausstellung.

DVDs, Bücher und Postkarten zu Lotte Reinigers Werk und Wirken gibt es im Online-Shop.

Die aktuellen Führungen zur Ausstellung finden sich im Veranstaltungsprogramm.

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