Schwaben in Georgien

Sonderausstellung

19. Februar bis 15. November 2017
Treppenhaus, Erdgeschoss bis 3. Stock

2017 jährt sich die Auswanderung von schwäbischen Siedlern nach Georgien zum 200. Mal. Ihnen widmet das Stadtmuseum eine Ausstellung. Viele der Emigranten stammten aus Tübingen, Reutlingen und der weiteren Umgebung.

„In Georgien haben die schwäbischen Siedler vor 200 Jahren eigene Dörfer gegründet, Kirchen und Schulen gebaut. Ihr Wissen zu Architektur, Landwirtschaft und Weinbau konnten sie auf ihre neue Heimat übertragen. Von ihrem regen sozialen, kulturellen und religiösen Leben sind einige Zeugnisse überliefert“, erläutert Dr. Evamarie Blattner, Kuratorin der Ausstellung.

Anhand von Fotos und anderen Dokumenten zeichnet das Stadtmuseum die Geschichte der Schwaben in Georgien nach und gibt einen Einblick in das Leben dieser Gruppe von Emigranten, die im Vergleich zu Auswanderungen in die USA, Rumänien und Tschechien bislang wenig Beachtung findet.

Die deutschen Auswanderer in Georgien wurden 1941 zusammen mit anderen Kaukasus-Deutschen von Stalin vertrieben und in Kasachstan und Sibirien angesiedelt. Nur wenige kehrten Ende des 20. Jahrhunderts nach Georgien zurück, andere siedelten im Rahmen der Spätaussiedler-Programme nach Deutschland über.

Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Seminar der Universität Tübingen, dem Goethe-Institut Georgien und der Ilia State University in Tiflis entstanden.

Bildergalerie zur Ausstellung

Bauernhaus in Elisabethtal in Georgien

Bild: Nestan TatarashviliDeutsche Kolonie Katharinenfeld
Frédéric Dubois de Montpéreux
Reise im Kaukasus, Atlas
Paris, 1843Dorfstraße in Alexandershilf in Georgien

Bild: Nestan Tatarashvili