SEPA – nationale Überweisungen und Lastschriften im europäischen Zahlungsraum

In den nächsten Monaten ändert sich die Abwicklung des inländischen Zahlungsverkehrs grundlegend. Spätestens zum 1. Februar 2014 müssen Bankkunden europaweit einheitliche Kontonummern verwenden. Zudem werden nationale Überweisungen und Lastschriften im europäischen Zahlungsraum (SEPA) vereinheitlicht.

Statt der deutschen Kontonummer mit bis zu zehn Stellen bekommt jeder eine internationale IBAN (International Bank Account Number) mit 22 Stellen. Diese kann etwa auf den Kontoauszügen gefunden werden. Jede Bank erhält eine einheitliche internationale Bankleitzahl namens BIC (Bank Identifier Code).

Ablauf:

Zum 24. Oktober 2013 stellt die Stadtkasse auf SEPA um. Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies: 

Bestehende Einzugsermächtigungen, zum Beispiel für städtische Steuern oder Gebühren, werden automatisch auf die neuen SEPA-Standards umgestellt. Diese Umstellung erfolgt im Oktober 2013. Die Stadtkasse informiert die betroffenen Bürgerinnen und Bürger schriftlich über die Umstellung. 

Neue Einzugsermächtigungen (SEPA-Lastschriftmandat), die Sie nach dem 24. Oktober 2013 an die Stadtkasse erteilen, müssen die IBAN- und BIC-Nummer enthalten. Das Formular können Sie ab 24. Oktober 2013 hier herunter laden.

Hinweis: Sie zahlen mehrere Steuern und Gebühren an die Stadtkasse? Dann müssen Sie für jedes Buchungszeichen, also für jede Steuer oder Gebühr, eine separate Einzugsermächtigung (SEPA-Lastschriftmandat) erteilen. Dies ist nur schriftlich mit Originalunterschrift möglich.

Überweisungen nach der Umstellung auf SEPA
Rechnungen, Gebührenbescheide oder Mahnungen, die nach der Umstellung im Oktober verschickt werden, enthalten bereits einen neuen SEPA-Überweisungsträger.

Umstellung bei der Universitätsstadt Tübingen im Überblick

Sonstiges:

SEPA (Single Euro Payments Area) steht für einen einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum, in dem alle Zahlungen wie inländische Zahlungen behandelt werden. Neben den 27 EU-Staaten nehmen noch Island, Liechtenstein, Norwegen, die Schweiz und Monaco teil.

Mit der Einführung des Euro als gemeinsame Währung im Jahr 1999 und der Euro-Banknoten und -münzen im Jahr 2002 wurden bereits wichtige Grundlagen für einen einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum gelegt. Die Einwohner des Euroraums können seitdem Barzahlungen im gesamten Euro-Währungsgebiet ebenso einfach durchführen wie zuvor mit der nationalen Währung im eigenen Land. Mit SEPA wird nun auch die bargeldlose Zahlung europaweit vereinheitlicht. Durch die Harmonisierung können die Bankkunden ihren gesamten Euro-Zahlungsverkehr über eine beliebige Bank im Euroraum abwickeln. Die Abschottung der bisherigen nationalen Märkte wird zu Gunsten eines europaweiten Zahlungsverkehrsmarktes aufgehoben und europaweiter Wettbewerb geschaffen. SEPA betrifft also nicht nur den grenzüberschreitenden Euro-Zahlungsverkehr, sondern soll zu einer vollständigen Integration der nationalen Zahlungsverkehrsmärkte führen.

Ausführliche Informationen zu SEPA
www.sepadeutschland.de

Zuständig: