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Wohnraum schaffen

Tübingen verfolgt seit den 1990er-Jahren das Prinzip, neue Wohnquartiere über den Ankauf von Flächen zu entwickeln. Die baureifen Parzellen werden zu Festpreisen an private Akteure weitergegeben. Im Rahmen von Konzeptwettbewerben kommen Baugruppen, Genossenschaften und andere zivilgesellschaftliche Akteure zum Zuge. Diese tragen dazu bei, vielfältige, sozial gemischte und lebendige Quartiere mit hoher Lebensqualität zu entwickeln. Das „Tübinger Modell“ gilt inzwischen bundesweit als Vorbild.

Damit in Zukunft ein breites Angebot entsteht, schreibt die Stadt Quoten für die Wohnbauentwicklung vor. Diesen Baulandbeschluss hat der Gemeinderat im Dezember 2018 getroffen. So werden noch mehr preisgedämpfte Mietwohnungen sowie bezahlbares Eigentum für Familien geschaffen. Auch dort, wo die Stadt für private Bauherren Planungsrecht ermöglicht, muss künftig ein Drittel der Neubauwohnungen langfristig zu sozialen Konditionen vermietet werden. Das Land Baden-Württemberg bietet eine Förderung, die den Mietausfall vollständig kompensiert.

Übrigens: In Tübingen wird es bald eine Dachgenossenschaft für Wohnprojekte geben. An diesem Projekt ist auch die Stadtverwaltung beteiligt. Weitere Informationen gibt es unter www.tuebingen.de/dachgenossenschaft-wohnen.