Zwangsarbeit in Tübingen

„Ich habe hier meine Jugend und meine Gesundheit verloren.“
Einblicke in das Leben von Zwangsarbeitern während der NS-Zeit

Wanderausstellung
9. November 2019 bis 19. Januar 2020 
3. Stock

Mehr als 1.600 Frauen und Männer aus ganz Europa mussten während des Zweiten Weltkriegs Zwangsarbeit in Tübingen leisten. Einen vielschichtigen Einblick in dieses dunkle Kapitel deutscher und Tübinger Geschichte bietet die Wanderausstellung, die der Verein Lern- und Dokumentationszentrum zum Nationalsozialismus konzipiert hat.

Die Ausstellung erzählt von den Arbeits- und Lebensbedingungen der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern. Die Frauen und Männer mussten für die Reichsbahn arbeiten, aber auch für die Universitätskliniken, in Gärtnereien, Rüstungsbetrieben und auf Bauernhöfen. Wie sah ihr Alltag in Tübingen aus, wie verbrachten sie ihre Freizeit und wie war das Verhältnis zur Tübinger Bevölkerung? Tafeln, Fotos und Briefe von Zwangsarbeitern dokumentieren die rassistische Hierachisierung und machen die Erinnerung an Zwangsarbeit nach 1945 sichtbar.

Bildergalerie zur Ausstellung

Polnische Zwangsarbeiter in ihrer Freizeit. Bild:
Stadtarchiv TübingenReproduktion Arbeitskarte für ausländische Arbeitskräfte. Bild: Stadtarchiv TübingenPolnische Kriegsgefangene in der Nauklerstraße legen den Lustnauer Landgraben im Sommer 1940 trocken. Bild: Stadtarchiv Tübingen