Johannes Kepler

3. Dezember 2021 bis 6. März 2022

Zum 450. Geburtstag von Johannes Kepler am 27. Dezember zeigt das Stadtmuseum in seinem Foyer eine Ausstellung über den bekannten Astronomen und Mathematiker. Die Ausstellung kann man von Freitag, 3. Dezember 2021, bis Sonntag, 6. März 2022, besuchen.

Zu sehen sind wichtige Dokumente aus der Studienzeit Keplers in Tübingen: von vierteljährlichen Zeugnissen am Evangelischen Stift über die Personenregister (Matrikel) an der Eberhard Karls Universität bis hin zu Gutachten und Briefen. Zusätzlich sind einige Publikationen ausgestellt, in denen Kepler seine Beobachtungen und Entdeckungen im Bereich der Astronomie veröffentlichte.

Für Kinder sind Experimentierstationen aufgebaut. An diesen können sie mit wichtigen Entdeckungen Keplers und seiner Zeit in Berührung kommen und dessen Erfindungen selbst ausprobieren. Man erfährt beispielsweise, wie ein Teleskop aufgebaut ist, kann an einem Modell die Bewegung von Erde und Mond um die Sonne sowie den Wechsel von Tag und Nacht nachvollziehen oder erfahren, wie eine Zahnradpumpe funktioniert.

Zudem gibt es ein Begleitprogramm. Am Sonntag, 2. Januar 2022, und am Sonntag, 13. Februar 2022, jeweils um 15 Uhr führt Karin Pfeffer Familien durch die Ausstellung. Am Dienstag, 8. Februar 2022, um 19 Uhr hält Prof Dr. Burkhard Kümmerer einen Vortrag mit dem Titel „Dem Bauplan Gottes auf der Spur. Wie Kepler den Blick in den Himmel radikal verändert hat“.

In Tübingen begann die erfolgreiche berufliche Laufbahn Keplers: Als 18-Jähriger bekam er ein Stipendium, um am Evangelischen Stift in Tübingen Theologie zu studieren. Zunächst wollte er Pfarrer werden, besuchte dann aber auch den Mathematik- und Astronomieunterricht bei Michael Mästlin. Fasziniert vom heliozentrischen System der Planetenbewegungen von Nikolaus Kopernikus, intensivierte Kepler die Studien bei Mästlin und nahm bereits mit 23 Jahren die Stelle eines Mathematiklehrers an der Stiftsschule in Graz an. Ab 1600 war Kepler kaiserlicher Hofmathematiker in Prag. Zwölf Jahre später arbeitete er als Mathematiker in Linz. Er starb 1630 in Regensburg.

 

Johannes Kepler, Stahlstich 1850. Bild: Stadtmuseum TübingenWeltkarte zu den Rudolfinischen Tafeln von Johannes Kepler, 1630. Kupferstich von H. Philipp Walch. Bild: Stadtmuseum TübingenBild: Stadtmuseum TübingenBild: Stadtmuseum TübingenBild: Stadtmuseum Tübingen