Gebäudesanierung

Wer sein Haus oder seine Eigentumswohnung energieeffizient sanieren möchte, ist dabei finanziell nicht ganz auf sich allein gestellt. Die KfW-Bankengruppe, die Förderbank des Bundes, und das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) stellen Zuschüsse oder zinsgünstige Kredite zur Verfügung – beispielsweise für die Altbausanierung oder für Einzelmaßnahmen wie den Einbau von Wärmedämmung oder den Umstieg auf erneuerbare Energieträger.

„Bundesförderung für effiziente Gebäude“ heißt das Förderprogramm, von dem Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer profitieren können. Im Zuge der Neugestaltung des Förderprogramms wurden die Höchstgrenzen der förderfähigen Kosten angehoben: Für Sanierungen können bis zu 150.000 Euro angesetzt werden. Seit Anfang 2021 kombiniert dieses Programm zehn verschiedene Förderkulissen und vereinfacht damit die Anmeldemodalitäten: Für Zuschuss-Förderung ist das BAFA zuständig, für Kreditvergabe die KfW.

Mit der Reform der Bundesförderung wird auch die Rolle der qualifizierten Energieberatung betont: Wenn eine Sanierungsmaßnahme aus einer Energieberatung hervorgeht und damit Teil eines individuellen Sanierungsfahrplans ist, erhöht sich deren Förderung um 5 Prozent. So ergeben sich Fördersätze je nach Art und Ausgestaltung der Sanierungsmaßnahme von 25 – 55 Prozent.

Beratung und Information
Einen guten Überblick über die verschiedenen Förderprogramme von Bund, Land und Kommunen geben Energieberaterinnen und Energieberater aus der Region. Hausbesitzende können sich unter der gebührenfreien Telefonnummer 08000 12 33 33 bei „Zukunft Altbau“ informieren. Im Internet gibt es weitere Informationen bei

Zukunft Altbau Programm des Umweltministeriums Baden-Württemberg
www.zukunftaltbau.de

KfW Förderbank
www.kfw.de

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
www.bafa.de

Förderprogramme von Bund und Land
www.co2online.de/foerdermittel

Städtische Sanierungsprämie
www.tuebingen.de/tuebingen-macht-blau

BAFA-Energieberatung für Wohngebäude
Häuser sind sehr unterschiedlich in Technik, Konstruktion oder Wärmedämmung. Qualifizierte Energieberaterinnen und Energieberater können genaue Analysen machen und sich vor Ort einen Einblick verschaffen. Dafür gibt es ein Förderprogramm mit für die Beratung zugelassenem Fachpersonal:

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert die Energieberatung für Wohngebäude mit bis zu 1.300 Euro bei Ein- und Zweifamilienhäuser und bis zu 1.700 Euro bei Mehrfamilienhäusern. Maximal werden 80 Prozent der Beratungskosten übernommen. Förderfähig sind die Begehung, die Datenaufnahme, ein energetisches Sanierungskonzept und ein Beratungsbericht. Weitere Informationen gibt es unter Telefon 06196 908-1880 und online.

Zudem gilt: Bei Vorlage eines Energieberatungsberichtes der BAFA-Beratung oder eines Sanierungsfahrplanes reduziert sich der erforderliche Pflichtanteil an Erneuerbaren Energien aus dem EWärmeG BW von 15 Prozent auf zehn Prozent.

Hilfe bei der Expertensuche
Fachleute helfen Ihnen bei der energetischen Sanierung. Eine Online-Datenbank hilft Ihnen, eine geeignete Person zu finden. Dort sind Expertinnen und Experten gelistet, die in folgenden Bereichen qualifiziert sind:

  • BAFA Förderprogramm „Energieberatung für Wohngebäude“
  • KfW – Energieeffizient sanieren
  • KfW - Baubegleitung
  • Energetische Fachplanung