Integrationsbeirat

Integrationsbeirat der Universitätsstadt Tübingen
Der Tübinger Integrationsbeirat. Bild: Ale Zea

Was ist der Tübinger Integrationsbeirat?

Der Integrationsbeirat ist ein beratendes Gremium und besteht aus 19 Tübingerinnen und Tübingern mit und ohne Migrationshintergrund. Neben zwölf sachkundigen Einwohnerinnen und Einwohnern gehören dem Beirat sechs Mitglieder des Gemeinderats sowie die Leiterin der Stabsstelle für Gleichstellung und Integration, Luzia Köberlein, an. Der Integrationsbeirat wird vom Gemeinderat demokratisch gewählt. Die Mitglieder verbindet die Bereitschaft, sich für die Integrationspolitik in Tübingen stark zu machen.

Wie ist der Integrationsbeirat in Tübingen entstanden?

Im Zuge der Erstellung eines städtischen Integrationskonzepts wurden Forderungen nach einer stärkeren Partizipation von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte und einer politischen Interessenvertretung laut. Daraus entstand die Idee, einen Integrationsbeirat zu gründen. Der erste Integrationsbeirat der Universitätsstadt Tübingen wurde im Jahr 2014 vom Gemeinderat gewählt. Im März 2016 hat der Gemeinderat die Mitglieder des Integrationsbeirats für die zweite Amtszeit gewählt. Sie dauert drei Jahre.

Was versteht der Integrationsbeirat unter Integration?

Für die Mitglieder des Integrationsbeirats bedeutet Integration gleichberechtigte Teilhabe, Mitbestimmung und Chancengleichheit von Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte in allen Bereichen einer Gesellschaft und einer Kommune. Damit grenzt sich der Integrationsbeirat ausdrücklich von solchen Positionen ab, die Integration als einseitige Anpassungsleistungen von Menschen mit Migrationshintergrund verstehen. Wie gut Integration gelingt, hängt davon ab, in welchem Maße es Menschen möglich ist, Zugang zu wichtigen Bereichen des städtischen Lebens zu bekommen, Kontakte zu knüpfen und Zugehörigkeit zu erfahren. Vielfalt ist die Grundlage einer lebendigen Stadtgesellschaft. Voraussetzung für Integration ist die Anerkennung der freiheitlich demokratischen Grundordnung. Die Unantastbarkeit der Menschenwürde und die Gleichheit vor dem Gesetz gehören hierzu ebenso wie die Meinungs- und Pressefreiheit, die Versammlungsfreiheit sowie die Religionsfreiheit.

Welche Ziele und Aufgaben hat der Integrationsbeirat?

Der Integrationsbeirat orientiert sich an den Handlungsfeldern des Tübinger Integrationskonzeptes. Er will im Sinne seines Integrationsverständnisses Einfluss auf die Integrationspolitik in Tübingen nehmen. Er berät den Gemeinderat und die Stadtverwaltung in allen integrationsrelevanten Themen. Er ist im Gemeinderat und seinen Ausschüssen vertreten. Er nimmt öffentlich Stellung zu aktuellen politischen Fragen. Er vernetzt und stärkt Menschen, Gruppen, Initiativen sowie Institutionen, die sich für Integration einsetzen. Er setzt sich für eine gleichberechtigte Teilhabe aller Einwohnerinnen und Einwohner am kommunalen Leben ein. Er setzt sich gegen jegliche Form von Rassismus und Diskriminierung ein.

Das Partizipations- und Integrationsgesetz für Baden-Württemberg, das seit Dezember 2015 in Kraft ist, stärkt die Rechte des Integrationsbeirats: Dieser darf jetzt beispielsweise eine Vertretung in die Sitzungen des Gemeinderats entsenden, die dort in Integrations-Angelegenheiten Rede-, Anhörungs- und Antragsrecht hat.

Mitglieder und Sitzungen des Integrationsbeirats

Mitglieder des Integrationsbeirats
Sitzungen des Integrationsbeirats
Geschäftsordnung des Integrationsbeirats

Kontakt

Sprecherin des Integrationsbeirats
Qin Hu
E-Mail hu@ib-tuebingen.de

Stellvertretende Sprecherin des Integrationsbeirats
Aslı Küçük
E-Mail kuecuek@ib-tuebingen.de

Geschäftsstelle des Integrationsbeirats
Montag 13 bis 18 Uhr
Freitag 9 bis 13 Uhr

Dagmar Ziegler
Telefon 07071 204-1448
E-Mail dagmar.ziegler@tuebingen.de