Radverkehr 2025: Tübingen tritt kräftig in die Pedale
Meldung vom 13.01.2026
Der Radverkehr in Tübingen bleibt auf Rekordkurs. Im Jahr 2025 wurden an den dauerhaften Fahrradzählstellen im Stadtgebiet insgesamt 7.154.171 Durchfahrten registriert. Ein eindrucksvoller Beleg für die hohe Bedeutung des Fahrrads im urbanen Alltag.
Gezählt wird an fest installierten Dauerzählstellen, die meist mithilfe von Induktionsschleifen im Asphalt rund um die Uhr jedes vorbeifahrende Fahrrad erfassen. Die so gewonnenen Daten zeigen präzise, wo und wann besonders viele Menschen in die Pedale treten. Für die Stadtverwaltung sind sie ein wichtiges Instrument, um die Radinfrastruktur gezielt weiterzuentwickeln und die Wirkung neuer Maßnahmen oder Planungen besser bewerten zu können.
Über das gesamte Stadtgebiet verteilt erfassen Zählstellen den Radverkehr, vor allem entlang zentraler Radrouten und stark genutzter Pendlerstrecken. Im April 2025 wurde das Netz erweitert. Seitdem liefern neue Zählpunkte am Radkreisel an der Ann-Arbor-Brücke zusätzliche Erkenntnisse. Eine Übersicht aller Standorte inklusive Karte ist auf der städtischen Website zu den Radzählstellen abrufbar.
Insgesamt verzeichneten die Tübinger Radzählstellen in 2025 an Durchfahrten:
- Unterführung Karlstraße-Steinlachallee: 1.840.245
- Rad- und Fußgängertunnel Schlossberg: 1.802.331
- Radkreisverkehr (Ann-Arbor-Brücke): 1.199.061
- Durham-Brücke: 864.021
- Moshi-Brücke: 411.679
- Ammertal zwischen Unterjesingen und Tübingen: 451.991
- Neckartal-Radweg zwischen Hirschau und Tübingen: 312.810
- Am Klärwerk zwischen Derendingen und Dußlingen: 272.033
Die Unterführung Karlstraße-Steinlachallee bleibt Spitzenreiter. An ihr wurden auch 2025 die meisten Radfahrenden gezählt. Trotz ihrer langjährigen Spitzenposition gingen jedoch die monatlichen Durchfahrten im Vergleich zum Vorjahr zurück. Parallel dazu legten die Zahlen im Rad- und Fußgängertunnel Schlossberg zu. Naheliegend ist, dass ein Teil der Radfahrenden inzwischen die Ann-Arbor-Brücke nutzt, um bequem zwischen Süd und Nord – und umgekehrt – zu pendeln.
Auch an einzelnen Standorten sorgte das vergangene Jahr für neue Bestmarken. Neue Tagesrekorde wurden an mehreren Messpunkten eingefahren:
- Unterführung Karlstraße-Steinlachallee: Am 19. März rollten hier 14.831 Radfahrende durch – so viele wie noch nie an einem Tag.
- Rad- und Fußgängertunnel Schlossberg: Am 2. Juli wurde mit 9.413 Durchfahrten ein neuer Spitzenwert erreicht.
- Moshi-Brücke: Am 10. Juli knackte der Zähler bei 2.305 Radfahrenden ebenfalls einen neuen Tagesrekord.
Ein herzliches Dankeschön an alle Radfahrenden, die diese beeindruckenden Zahlen möglich gemacht haben!
