Königsberger Straße

Nach dem Abzug des französischen Militärs aus Tübingen hatte sich die Königsberger Straße mit den ehemaligen Offizierswohnungen zu einem sozialen Brennpunkt mit Bewohnern aus mindestens 20 Ländern entwickelt. Ein neues städtebauliches Konzept sollte dem Quartier eine neue Identität verleihen. Dafür kaufte die Gesellschaft für Wohnungs- und Gewerbebau Tübingen mbH (GWG) die Wohnungen vom Bund. 2001 wurde der „Begleitkreis Stuttgarter Straße“ gegründet, in dem Vertreter von Kirchen, Schulen, Kindergärten, Stadtverwaltung und GWG mitwirkten. Er begleitete die Quartierssanierung kritisch und steuerte schon in der Planung gegen, wenn das soziale Gleichgewicht in Gefahr zu geraten drohte.

Altbauten wurden kernsaniert und einzelne Neubauten, in denen auch Gewerbe ansässig ist, integriert. Neben kostengünstigen Mietwohnungen finden sich im Quartier, das zwischen der Stuttgarter Straße und der Königsberger Straße liegt, auch gehobene Wohnformen einschließlich Eigentumswohnungen durch private Baugemeinschaften oder Bauträger. Große Innenhöfe stehen für gemeinschaftliche Nutzungen zur Verfügung. Zum Quartier gehören ein städtischer Kindergarten, ein Bürgertreff und weitere soziale Einrichtungen wie die NaSe (Nachbarschaftliche Selbsthilfe).

Weitere Informationen zur Konversion und zur Entwicklung des Viertels enthält eine Broschüre der GWG aus dem Jahr 2014: Neues Leben in drei Höfen

Steckbrief Königsberger Straße
Einwohner: ca. 540
Größe: 2,4 Hektar
Bauzeit: 2006 bis 2012
Städtebau: Universitätsstadt Tübingen, Projektentwicklung

Bild: Universitätsstadt TübingenBild: Universitätsstadt TübingenBild: GWG, Jürgen LippertBild: Universitätsstadt TübingenBild: Universitätsstadt TübingenBild: Universitätsstadt Tübingen