Internationaler Frauentag: „Gut versorgt?! Feministische Perspektiven auf Gesundheit“
Pressemitteilung vom 26.02.2026
Anlässlich des internationalen Frauentags laden die Universitätsstadt Tübingen, das Aktionsbündnis Gleichstellung und das Frauennetzwerk 8. März gemeinsam mit der International Research Training Group 2804 des Universitätsklinikums Tübingen zur Veranstaltung „Gut versorgt?! Feministische Perspektiven auf Gesundheit“ ein. Sie findet statt
am Sonntag, 8. März 2026, 11 bis 14 Uhr,
Großer Saal, Gemeindehaus Lamm.
Dazu sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich, eine rollstuhlgerechte Toilette ist vorhanden. Eine Anmeldung zur besseren Planung ist erwünscht bis Dienstag, 3. März, unter https://www.umfrageonline.com/c/InternationalerFrauentag2026. Wer Kinderbetreuung benötigt, kann diese ebenfalls anmelden.
Bürgermeisterin Dr. Gundula Schäfer-Vogel eröffnet gemeinsam mit Prof. Dr. Birgit Derntl und Madeleine Kördel vom Universitätsklinikum Tübingen die Veranstaltung.
„Gesundheit von Frauen muss geschlechtsspezifisch gelesen werden – von der Pubertät über Schwangerschaft und Erwerbsleben bis hin zur Menopause. Die mentale Gesundheit vieler Frauen ist zudem spezifisch geprägt von Sorgearbeit, sozialer Unsicherheit und Diskriminierung. Darüber müssen wir sprechen“, betont Bürgermeisterin Dr. Gundula Schäfer-Vogel.
Mit dem Schwerpunktthema Gesundheit rückt die Veranstaltung geschlechtsspezifische Unterschiede in den Fokus. Medizinische Forschung, Diagnostik und Versorgung orientieren sich häufig an männlichen Normen. Dabei gibt es zwischen den Geschlechtern deutliche Unterschiede – etwa bei Erkrankungen, Symptomen, Risiken und Versorgungsbedarfen. Die Folge ist, dass gesundheitliche Beschwerden bei Frauen sowie trans*, inter* und nicht-binären Personen teilweise später erkannt oder unzureichend behandelt werden.
Neben der körperlichen Gesundheit spielt auch die mentale Gesundheit eine zentrale Rolle. Lebensbedingungen wie Sorgearbeit, Einkommensunterschiede, Wohnsituation, Flucht- oder Diskriminierungserfahrungen wirken sich unmittelbar auf das körperliche und psychische Wohlbefinden aus. Gesundheit ist daher nicht allein eine medizinische Frage, sondern eng verknüpft mit sozialen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.
Die Veranstaltung lädt dazu ein, sich an Thementischen und Informationsständen mit Expert_innen auszutauschen, Fragen zu stellen und miteinander ins Gespräch zu kommen – begleitet von einem gemeinsamen Frühstück. Ergänzt wird das Programm durch einen Büchertisch von Remmi Demmi Books.
Der internationale Frauentag macht seit über 100 Jahren auf bestehende Ungleichheiten aufmerksam und steht für das Ziel einer gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe der Geschlechter. Auch im Bereich der Gesundheit zeigen sich nach wie vor strukturelle Benachteiligungen, die Frauen sowie queere Personen besonders betreffen.
Das Programm zum Frauentag gibt es auf der städtischen Internetseite unter www.tuebingen.de/frauentag. Wer möchte, kann sich auf der Seite auch den Flyer herunterladen.