Ein barrierefreier Mercedes-Bus für die Menschen in Krementschuk
Pressemitteilung vom 17.04.2026
Beim Besuch einer Delegation aus Tübingens Solidaritätspartnerstadt Krementschuk hat Oberbürgermeister Boris Palmer einen barrierefrei umgebauten Mercedes-Bus an Krementschuks Bürgermeister Vitalii Maletskyi übergeben.
„Wir freuen uns, wenn wir Menschen, die für die Verteidigung ihres Landes ihre Gesundheit eingebüßt haben, mit Hilfsgütern wie diesem Bus unterstützen können. Wenn wir dadurch Menschen mit Beeinträchtigungen ein etwas leichteres Leben ermöglichen und ein wenig Frieden in die Ukraine senden können, umso besser“, sagt Oberbürgermeister Boris Palmer.
Das Fahrzeug ist mit einer Rollstuhlrampe ausgestattet und wird künftig insbesondere für den Transport von Menschen mit Behinderungen – darunter auch Veteranen – in Krementschuk eingesetzt.
Der Kleinbus wurde im Rahmen des Programms „Verbesserung des Bevölkerungsschutzes und Wiederaufbauhilfe für die Ukraine“ mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert und von der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) beschafft. Ziel des Programms ist es, die Zusammenarbeit zwischen deutschen und ukrainischen Kommunen zu stärken und insbesondere schutzbedürftige Bevölkerungsgruppen zu unterstützen. Die Delegation nutzte den Bus, um weitere Hilfsgüter mitzunehmen, die die Initiative „Tübingen hilft Ukraine“ gesammelt hat. Darunter sind verschiedenes allgemeines medizinisches Material, ein Rollstuhl und diverse Gehilfen. Der Verein sammelt seit Kriegsausbruch Hilfsgüter für die Menschen in der Ukraine und steht im engen Austausch mit der Stadt.
Zur Delegation aus Krementschuk gehörten Bürgermeister Vitalii Maletskyi, der Erste stellvertretende Bürgermeister Volodymyr Pelypenko (zuständig für Bildung, Wirtschaft und Investitionen), der stellvertretende Bürgermeister Ruslan Protsenko (zuständig für Sport, Kultur und Medien) sowie Pavlo Bedratskiy, der Leiter des Instituts für die Entwicklung Krementschuks (zuständig für internationale Angelegenheiten). Der Besuch diente nicht nur der Abholung des Fahrzeugs, sondern auch dem weiteren Austausch über die zukünftige Zusammenarbeit im Rahmen der Solidaritätspartnerschaft.
Seit Beginn der Partnerschaft im Jahr 2024 konnten bereits Hilfsgüter und Infrastrukturmaßnahmen sowie Schulmöbel für die Ausstattung von Schutzräumen im Gesamtwert von rund 270.000 Euro von Tübingen nach Krementschuk vermittelt werden. Dazu zählen unter anderem Fahrzeuge, Energieversorgungslösungen und technische Ausrüstung.