Integrationsrat

Integrationsbeirat der Universitätsstadt Tübingen
Der Tübinger Integrationsrat. Bild: Ale Zea

Was ist der Tübinger Integrationsrat?

Der Integrationsrat ist ein beratendes Gremium und besteht aus 19 Tübingerinnen und Tübingern mit und ohne Migrationshintergrund. Neben zwölf sachkundigen Einwohnerinnen und Einwohnern gehören dem Rat sechs Mitglieder des Gemeinderats sowie die Leiterin der Stabsstelle für Gleichstellung und Integration, Luzia Köberlein, an. Der Integrationsrat wird vom Gemeinderat demokratisch gewählt. Die Mitglieder verbindet die Bereitschaft, sich für die Integrationspolitik in Tübingen stark zu machen.

Wie ist der Integrationsrat in Tübingen entstanden?

Im Zuge des städtischen Integrationskonzepts wurden Forderungen nach einer stärkeren Partizipation von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Als politische Interessenvertretung wurde der erste Integrationsbeirat der Universitätsstadt Tübingen 2014 vom Gemeinderat gewählt. Im März 2016 hat der Gemeinderat die Mitglieder für die zweite Amtszeit gewählt. Sie dauert drei Jahre. Im Februar 2018 wurde das Gremium umbenannt von Integrationsbeirat in Integrationsrat.

Was versteht der Integrationsrat unter Integration?

Für die Mitglieder des Integrationsrats bedeutet Integration gleichberechtigte Teilhabe, Mitbestimmung und Chancengleichheit von Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte in allen Bereichen einer Gesellschaft und einer Kommune. Damit grenzt sich der Integrationsrat ausdrücklich von solchen Positionen ab, die Integration als einseitige Anpassungsleistungen von Menschen mit Migrationshintergrund verstehen. Wie gut Integration gelingt, hängt davon ab, in welchem Maße es Menschen möglich ist, Zugang zu wichtigen Bereichen des städtischen Lebens zu bekommen, Kontakte zu knüpfen und Zugehörigkeit zu erfahren. Vielfalt ist die Grundlage einer lebendigen Stadtgesellschaft. Voraussetzung für Integration ist die Anerkennung der freiheitlich demokratischen Grundordnung. Die Unantastbarkeit der Menschenwürde und die Gleichheit vor dem Gesetz gehören hierzu ebenso wie die Meinungs- und Pressefreiheit, die Versammlungsfreiheit sowie die Religionsfreiheit.

Welche Ziele und Aufgaben hat der Integrationsrat?

Der Integrationsrat orientiert sich an den Handlungsfeldern des Tübinger Integrationskonzeptes. Er will im Sinne seines Integrationsverständnisses Einfluss auf die Integrationspolitik in Tübingen nehmen. Er berät den Gemeinderat und die Stadtverwaltung in allen integrationsrelevanten Themen. Er ist im Gemeinderat und seinen Ausschüssen vertreten. Er nimmt öffentlich Stellung zu aktuellen politischen Fragen. Er vernetzt und stärkt Menschen, Gruppen, Initiativen sowie Institutionen, die sich für Integration einsetzen. Er setzt sich für eine gleichberechtigte Teilhabe aller Einwohnerinnen und Einwohner am kommunalen Leben ein. Er setzt sich gegen jegliche Form von Rassismus und Diskriminierung ein.

Das Partizipations- und Integrationsgesetz für Baden-Württemberg, das seit Dezember 2015 in Kraft ist, stärkt die Rechte des Integrationsrats: Dieser darf jetzt beispielsweise eine Vertretung in die Sitzungen des Gemeinderats entsenden, die dort in Integrations-Angelegenheiten Rede-, Anhörungs- und Antragsrecht hat.

Mitglieder und Sitzungen des Integrationsrats

Mitglieder des Integrationsrats
Sitzungen des Integrationsrats
Geschäftsordnung des Integrationsrats

Kontakt

Sprecherin des Integrationsrats
Qin Hu
E-Mail hu@ib-tuebingen.de

Stellvertretende Sprecherin des Integrationsrats
Aslı Küçük
E-Mail kuecuek@ib-tuebingen.de

Geschäftsstelle des Integrationsrats
Montag 13 bis 18 Uhr
Freitag 9 bis 13 Uhr

Dagmar Ziegler
Telefon 07071 204-1448
E-Mail dagmar.ziegler@tuebingen.de