Lösungen für den Erhalt des Wissenschaftsstandorts Tübingen werden geprüft
Pressemitteilung vom 18.05.2026
Die Universitätsstadt Tübingen und die BioNTech SE haben in den vergangenen Tagen erste Gespräche über die Zukunft des Wissenschaftsstandorts Tübingen geführt. Es bleibt bei der Entscheidung, dass sich BioNTech Ende 2027 vollständig aus Tübingen zurückziehen wird. Das Unternehmen wird die Universitätsstadt Tübingen indes aktiv dabei unterstützen, bestehende Perspektiven für Forschung, Entwicklung und die Nutzung der bestehenden Infrastruktur am Standort Tübingen zu erhalten und weiterzuentwickeln.
Oberbürgermeister Boris Palmer und BioNTech-Vorstand Dr. Sierk Poetting betonten die vertrauensvolle Gesprächsatmosphäre und vereinbarten für die kommenden Wochen einen konstruktiven Austausch. Ziel der Gespräche wird sein, das enorme Potenzial Tübingens mit seinem international renommierten RNA-Forschungsumfeld, den Universitäten, den Kliniken sowie den vorhandenen technologischen Anlagen bestmöglich zu nutzen.
„Dass Biontech Kosten und Produktionskapazitäten abbauen muss, ist nachvollziehbar, aber für Tübingen eine sehr ernste Nachricht. Umso wichtiger ist es jetzt, den Blick nach vorne zu richten, was Forschungskompetenz und damit einhergehende Beschäftigungsmöglichkeiten am Standort Tübingen angeht“, so Oberbürgermeister Palmer.
Im Rahmen der Gespräche soll ausgelotet werden, wie bestehende Kompetenzen, Infrastrukturen und wissenschaftliche Netzwerke in Tübingen sinnvoll gestärkt werden können. Dazu gehört auch die Frage, ob und wie die hochmoderne Produktionsanlage von CureVac gegebenenfalls künftig genutzt werden kann.
Ebenso soll darüber gesprochen werden, wie die Universitätsstadt Tübingen innovativen Ausgründungen im RNA-Bereich bestmöglich unter die Arme greifen kann. Die Stadt ist bestrebt, einem Innovations- und Forschungs-Hub den Weg zu ebnen, der gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlicher Hand weiterentwickelt werden könnte. BioNTech wird prüfen, ob und wenn ja, wie es auf sinnvolle Weise Anschubhilfe für einen solchen Hub leisten kann.