Nature Writing im Hölderlinturm: Buchpräsentation und Lesung am 3. Juni
Pressemitteilung vom 19.05.2026
Der Hölderlinturm lädt im Rahmen seiner Nature-Writing-Reihe zu einer Buchpräsentation der von Prof. Dr. Evi Zemanek herausgegebenen Anthologie „natur/ver/dichten“ ein. Zudem lesen die Dichter_innen Karin Fellner und Ron Winkler aus ihren Beiträgen. Moderiert wird der Abend von Prof. Dr. Evi Zemanek und Nancy Hünger. Die Veranstaltung findet statt
am Mittwoch, 3. Juni 2026, 18.30 Uhr,
im Museumsgarten des Hölderlinturms, Bursagasse 6.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt beträgt fünf Euro, ermäßigt drei Euro. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bei schlechtem Wetter findet die Lesung im Hölderlinturm statt.
Wie entsteht ein „Naturgedicht“ und gibt es dieses Genre überhaupt noch im Anthropozän, in dem wir in menschengemachten Umwelten leben? In der Anthologie „natur/ver/dichten“ zeigen renommierte Lyriker_innen je ein Gedicht in der Erstfassung und in verschiedenen Überarbeitungsstadien, um direkte Einblicke in die Arbeit am „Naturtext“ zu gewähren. Begleitend geben sie in kurzen Kommentaren Auskunft über den Entstehungsprozess.
Evi Zemanek ist Professorin für Neuere deutsche Literaturwissenschaft mit den Schwerpunkten Gegenwartsliteratur, Medienkomparatistik und Literaturökologie/Ecocriticism an der Universität Tübingen. Karin Fellner hat Literaturwissenschaft studiert und arbeitet als Autorin, Lyrikvermittlerin und Schreibcoach. Ihre Gedichte wurden mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Lyrikpreis der Südpfalz (2024). Ron Winkler ist als Lyriker und Übersetzer tätig. Seinen aktuellen Gedichtband „Unterwegs in der Verformung” hat er 2024 veröffentlicht.
Nature Writing ist vor allem im angloamerikanischen Raum ein bekanntes literarisches Genre. Im Mittelpunkt stehen persönliche literarische Auseinandersetzungen mit Landschaften, Umwelt und Naturerfahrungen. Die Reihe im Hölderlinturm stellt deutschsprachige Vertreter_innen des Genres vor und knüpft dabei auch an Friedrich Hölderlin an.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Studio Literatur und Theater und dem Deutschen Seminar der Universität Tübingen statt. Sie wird gefördert aus Landesmitteln der Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg.