Interkommunaler Windpark Rammert: Info-Veranstaltung am 21. September
Pressemitteilung vom 07.09.2026
Auf dem Tübinger Gemeindegebiet soll Windkraft genutzt werden, um die lokale Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zu stärken. Das hat der Tübinger Gemeinderat Anfang 2021 beschlossen und mit der Fortschreibung des Klimaschutzprogramms im Juli 2026 bestätigt. Ein wichtiger Baustein dafür ist der geplante interkommunale Windpark Rammert im gleichnamigen bewaldeten Höhenzug auf den Gemarkungen der Tübinger Teilorte Bühl, Kilchberg und Weilheim sowie Dußlingen.
Da sich die Rahmenbedingungen in den vergangenen Jahren jedoch verändert haben, soll der Tübinger Gemeinderat auf Wunsch mehrerer Fraktionen erneut über den Windpark beraten. Das Thema steht auf der Tagesordnung des Ausschusses für Energie, Umwelt und Klimaschutz am 28. September. Den Grundsatzbeschluss soll der Gemeinderat am 1. Oktober fassen.
Im Vorfeld bietet die Stadtverwaltung eine weitere öffentliche Informationsveranstaltung zum interkommunalen Windpark Rammert an. Sie findet statt
am Montag, 21. September 2026, 18 Uhr,
in der Rammerthalle, Bronnackerstraße 15 in Tübingen-Weilheim.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Oberbürgermeister Boris Palmer informiert über die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den interkommunalen Windpark und erläutert die Einbindung ins städtische Klimaschutzprogramm. Danach stehen OB Palmer sowie Hanno Brühl, Bereichsleiter Energie und Innovation bei den Stadtwerken Tübingen (swt), und Julian Klett, swt-Abteilungsleiter Erneuerbare Energien, für Fragen und Diskussionen zur Verfügung.
Planerische Grundlage für Windkraft in der Region ist der Teilplan Windenergie, den der Regionalverband Neckar-Alb im Januar 2026 verabschiedet hat. Darin sind Teile des Rammert als Windkraft-Vorranggebiet ausgewiesen. Grundlage dafür sind bundes- und landrechtliche Vorgaben sowie zahlreiche Gutachten und Beteiligungsformate im Bereich der Universitätsstadt Tübingen.
Für das Windkraft-Vorranggebiet im Rammert haben die Stadtwerke Tübingen inzwischen eine immissionsschutzrechtliche Genehmigung für neun Windräder beim Landratsamt beantragt und dazu entsprechende Gutachten erstellen lassen. Aufgrund der ausstehenden Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und der damit verbundenen Unsicherheit über die künftigen Ausschreibungsbedingungen müssen die swt jedoch eine Reihe von Windkraft-Projekten zunächst zurückstellen. Gleichzeitig sollen diejenigen Projekte weiterbearbeitet werden, die bei einer Verbesserung der regulatorischen Rahmenbedingungen die größten Realisierungschancen bieten.
Zu dieser Auswahl zählt auch der geplante Windpark im Rammert. Aufgrund seiner Größe und der vergleichsweise günstigen Erschließungsbedingungen gehört das Projekt nach Einschätzung der Stadtwerke zu den wirtschaftlich aussichtsreicheren Vorhaben im eigenen Projektportfolio und schneidet auch im Vergleich mit anderen Windparkprojekten in Süddeutschland günstig ab.