82.000 Euro für Zukunftsquartier Unterjesingen
Pressemitteilung vom 30.09.2026
Tübingen erhält vom Land Baden-Württemberg 82.730 Euro für das Projekt „Zukunftsquartier Unterjesingen – den demografischen Wandel in geteilter Verantwortung bewältigen“. Mit der Förderung entwickelt die Stadtverwaltung gemeinsam mit der Bürgerschaft und weiteren Beteiligten Strukturen für ein selbstbestimmtes Leben und eine gute Versorgung im Alter in Unterjesingen.
„Im Zukunftsquartier Unterjesingen können ältere Menschen so selbstbestimmt wie möglich in ihrem vertrauten Umfeld leben“, sagt Dr. Gundula Schäfer-Vogel, Sozialbürgermeisterin der Universitätsstadt Tübingen. „Besonders wertvoll ist, dass professionelle Pflege, ehrenamtliches Engagement und nachbarschaftliche Unterstützung gemeinsam gedacht werden. So stärken wir Teilhabe und Lebensqualität im Alter und schaffen tragfähige Strukturen für eine sorgende Gemeinschaft.“
Das Zukunftsquartier knüpft an das von 2019 bis 2022 umgesetzte Projekt „Unterjesingen.gut.leben – in jedem Alter“ an. Eine wichtige Rolle spielt dabei das Vorhaben „Auf der Mauer“, das Wohnen, Pflege, ärztliche Versorgung und Begegnungsmöglichkeiten miteinander verbindet. Das Richtfest war Ende September 2026, der Einzug ist für 2027 vorgesehen. Damit die verschiedenen Angebote in Unterjesingen langfristig ineinandergreifen, entwickelt die Universitätsstadt Tübingen im Rahmen des Förderprojekts nun gemeinsam mit der Bürgerschaft, Vereinen, der Genossenschaft, dem Krankenpflegeverein und weiteren Beteiligten eng aufeinander abgestimmte Konzepte.
„Mit der Förderung schaffen wir die Voraussetzungen, um die Herausforderungen des demografischen Wandels in Unterjesingen aktiv zu gestalten“, erläutert Uwe Seid, Leiter des städtischen Fachbereichs Soziales. „Unser Ziel ist ein Quartier, in dem ältere Menschen selbstbestimmt leben können und Unterstützung dort finden, wo sie gebraucht wird.“ Wichtige Bausteine dafür sind die Entwicklung eines tragfähigen Betriebskonzepts für eine Pflege-Wohngemeinschaft, die Stärkung der Zusammenarbeit der örtlichen Akteure sowie die Weiterentwicklung der Scheune zu einem zentralen Ort der Begegnung und des gemeinschaftlichen Lebens im Quartier. „So wächst eine sorgende Gemeinschaft, die Verantwortung füreinander übernimmt und den Zusammenhalt in Unterjesingen stärkt“, betont Uwe Seid.