Privatperson spendet 200.000 Euro für soziale und kulturelle Projekte
Pressemitteilung vom 30.10.2026
Eine private Spenderin möchte der Universitätsstadt Tübingen 200.000 Euro zur Förderung sozialer und kultureller Einrichtungen und Projekte zur Verfügung stellen. Damit möchte sie soziales Engagement und kulturelle Angebote in Tübingen unterstützen und einen nachhaltigen Beitrag zum Gemeinwohl leisten. Mit dem Geld soll ein Sozial- und Kulturfonds eingerichtet werden, aus dem gemeinnützige Projekte, Initiativen und Angebote mit Bezug zu Tübingen und seinen Partnerstädten gefördert werden können. Über die Annahme der Spende und die Einrichtung des Fonds berät der Ausschuss für Kultur, Bildung und Soziales am Montag, 2. November 2026. Letztendlich entscheidet der Gemeinderat. Die Spenderin möchte anonym bleiben.
„Eine Spende in dieser Höhe ist alles andere als selbstverständlich und ein beeindruckendes Zeichen der Verbundenheit mit unserer Stadt,“ sagt Bürgermeisterin Dr. Gundula Schäfer-Vogel. „Es ist großartig, dass Menschen bereit sind, sich mit ihrem privaten Vermögen in einem solchen Umfang für die Menschen in dieser Stadt einzusetzen. Gerade in finanziell schwierigen Zeiten ist dieses Engagement von unschätzbarem Wert. Die Spenderin ermöglicht damit Unterstützung für Projekte, die das soziale Miteinander und die kulturelle Vielfalt in Tübingen bereichern. Dafür sind wir ihr außerordentlich dankbar“, betont Schäfer-Vogel.
Den Anstoß für die Spende gab vor rund einem Jahr ein Artikel im Schwäbischen Tagblatt. Darin ging es um die Möglichkeit, durch private Spenden soziale und kulturelle Projekte zu unterstützen, für die angesichts der angespannten Haushaltslage nicht genügend städtische Mittel zur Verfügung stehen. Die Spenderin, die seit Jahrzehnten in Tübingen lebt und die Stadt besonders wegen ihrer Vielfalt schätzt, verfolgte daraufhin die Berichterstattung über die Haushaltskonsolidierung und die Situation der sozialen und kulturellen Einrichtungen. Seit Ende 2025 stand sie mit Bürgermeisterin Dr. Gundula Schäfer-Vogel über eine mögliche Spende im Austausch. Ausschlaggebend für ihre Entscheidung war auch die Möglichkeit, bei der Auswahl der geförderten Projekte mitzuwirken.
Für die Vergabe der Mittel soll eine vierköpfige Kommission eingerichtet werden. Ihr sollen zwei Vertretungen der Stadtverwaltung, die Spenderin selbst sowie eine weitere von ihr benannte Person angehören. Vorschläge für Fördermaßnahmen können alle Kommissionsmitglieder einbringen. Ein förmliches Antragsverfahren ist nicht vorgesehen. Für einen Beschluss sind mindestens drei Stimmen erforderlich, darunter mindestens eine Stimme der Stadtverwaltung. Kommt auch nach erneuter Beratung keine Einigung zustande, entscheidet die Stadt im Rahmen des vereinbarten Spendenzwecks. Vor der Auszahlung prüft die Stadtverwaltung, ob die Förderung rechtlich zulässig ist und dem festgelegten Zweck entspricht.
Aus dem Fonds sollen zunächst fünf Projekte mit insgesamt 85.000 Euro unterstützt werden. Die weiteren 115.000 Euro sollen für künftige Projekte zur Verfügung stehen. Damit kann die Spende auch über die ersten Fördermaßnahmen hinaus Wirkung entfalten.