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Baugenehmigung und Bauantrag

Handelt es sich bei dem von Ihnen geplanten Vorhaben um ein genehmigungspflichtiges Vorhaben, müssen Sie im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens einen Antrag auf Erteilung einer Baugenehmigung stellen. Das Baugenehmigungsverfahren ist zwingend für Gebäude der Gebäudeklassen 4 und 5 anzuwenden. Sofern es sich bei Ihrem Vorhaben um ein Wohngebäude der Gebäudeklasse 1 bis 3 handelt, ist das Kenntnisgabeverfahren oder das vereinfachte Baugenehmigungsverfahren zu wählen.

Die Unterscheidung der verschiedenen Gebäudeklassen ergibt sich aus § 2 Abs. 4 LBO. Bei der Definition der Höhe ist das Maß zwischen der Geländeoberfläche (im Mittel) und der Fußbodenoberkante des obersten Geschosses, in welchem ein Aufenthaltsraum möglich ist, entscheidend.

Der jeweilige Antrag auf Baugenehmigung ist mit den erforderlichen Unterlagen (siehe „Unterlagen“) beim Fachbereich Baurecht einzureichen. Zeitgleich mit diesem Antrag müssen Sie auch den ausgefüllten Erhebungsbogen für die Statistik über die Bautätigkeit einreichen.

Hinweise:

  • Der Bauantrag muss vom Bauherr und Entwurfsverfasser (in der Regel ein Architekt oder Bauingenieur), die Bauvorlagen vom Entwurfsverfasser unterschrieben werden. Die von einem Fachplaner erstellten Bauvorlagen müssen von diesem unterschrieben sein.
  • In den Plänen sind geplante Abbrüche von Gebäudeteilen bzw. entfallene Nutzungen in gelb und neue Gebäudeteile bzw. geplante Nutzungen in rot einzutragen.
  • Bitte berücksichtigen Sie bei der Planung die Notwendigkeit des 2. Rettungsweges. Dieser ist bereits im Bauantrag darzustellen. Führt der 2. Rettungsweg über mobile Einsatzgeräte der Feuerwehr (z.B. tragbare Leitern, Drehleiter etc.) sind die hierfür erforderlichen Feuerwehrstell- bzw. -aufstellflächen im Lageplan darzustellen.

Der Fachbereich Baurecht prüft innerhalb von zehn Arbeitstagen, ob die Bauvorlagen vollständig sind und welche anderen Dienststellen am Verfahren beteiligt werden müssen. Sind die Bauvorlagen unvollständig, teilt Ihnen der Fachbereich Baurecht mit, welche Ergänzungen erforderlich sind. Erst sobald der Bauantrag und die Bauvorlagen vollständig sind, werden die Unterlagen von den zuständigen Fachbehörden geprüft.

Nach dem Eingang der vollständigen Bauvorlagen werden die Eigentümer der an das Baugrundstück angrenzenden Grundstücke (Angrenzer) benachrichtigt. Damit erhalten diese die Gelegenheit, innerhalb von vier Wochen Einwendungen zum Bauvorhaben vorzubringen. Eigentümer benachbarter Grundstücke, die nicht direkt an das Baugrundstück angrenzen, können ebenfalls benachrichtigt werden, sofern öffentlich-rechtlich geschützte nachbarliche Belange berührt sein könnten. Bei Vorlage der Zustimmungserklärungen sämtlicher Angrenzer, kann auf die Angrenzeranhörung verzichtet werden.

Wenn sämtliche Stellungnahmen aller beteiligten Dienststellen vorliegen und der Bauantrag geprüft wurde, werden dem Bauherrn bzw. dem jeweiligen Entwurfsverfasser ggfs. noch erforderliche Planänderungen oder Planergänzungen mitgeteilt. Nach erfolgter Änderung oder Ergänzung der Unterlagen wird der Antrag dann erneut geprüft. Sind keine Planänderungen erforderlich oder wurden bereits alle Pläne entsprechend geändert, erfolgt die Entscheidung, das heißt die Baugenehmigung wird erteilt oder der Bauantrag wird abgelehnt.

Mit der Ausführung des Vorhabens dürfen Sie erst beginnen, wenn die Baugenehmigung vorliegt und der Baufreigabeschein, der sogenannte "Grüne Punkt", erteilt wurde. Eine öffentlich-rechtliche Bauabnahme erfolgt nicht in jedem Falle, sondern nur dann, wenn die Behörde dies in der Baugenehmigung ausdrücklich angeordnet hat.

Die Baugenehmigung erlischt, wenn Sie nicht innerhalb von drei Jahren nach der
Erteilung der Genehmigung mit der Bauausführung beginnen oder wenn die
Bauausführung nach diesem Zeitraum ein Jahr unterbrochen worden ist. Die Frist kann mit einem schriftlichen Antrag um jeweils bis zu drei Jahre verlängert werden.

Für Bauvorhaben in einem festgesetzten Überschwemmungsgebiet gelten seit 1. Januar 2014 zusätzliche Anforderungen. Weitere Informationen hierüber finden Sie unter "Wasserrechtliche Genehmigung für Bauvorhaben in Überschwemmungsgebieten“.

Unterlagen:

    Informationen über die einzureichenden Unterlagen erhalten Sie in folgendem Merkblatt: "Merkblatt Baugenehmigungsverfahren mit Checkliste Antragsunterlagen".

      Die erforderlichen Unterlagen sind in 5-facher Fertigung beim Fachbereich Baurecht einzureichen. Liegt ihr Bauvorhaben in einem Stadtteil mit eigener Verwaltungsstelle (Bebenhausen, Bühl, Hagelloch, Hirschau, Kilchberg, Pfrondorf, Unterjesingen, Weilheim) bitten wir Sie mindestens sechs Ausfertigungen einzureichen.

      Formulare und Merkblätter:

      Kosten:

      • Baugenehmigung: 6 Promille der Baukosten, mindestens 150 Euro
      • Bauabnahme: 1 Promille der Baukosten, mindestens 50 Euro
      • Ausnahmen, Abweichungen: Je Ausnahme oder Abweichung 100 bis 5.000 Euro (Berechnung gemäß Gebührensatzung der Universitätsstadt Tübingen)
      • Befreiungen: Je Befreiung 100 bis 50.000 Euro (Berechnung gemäß Gebührensatzung der Universitätsstadt Tübingen)
      • Sofern die Erhebung von Angrenzer- bzw. Nachbardaten erforderlich wird und diese nicht schon durch den Lageplanfertiger ermittelt wurden, fallen Gebühren i.H.v. 20 Euro je Angrenzer bzw. Nachbar an.

      Rechtsgrundlage:

      Zuständig:

      Ihre Ansprechpersonen:

      Nadine Tappert
      Telefon 07071 204-2401
      E-Mail nadine.tappert@tuebingen.de
      Zuständigkeit: Neue Anträge
      Iryna Stemmler
      Telefon 07071 204-2738
      E-Mail iryna.stemmler@tuebingen.de
      Zuständigkeit: Neue Anträge
      Tatjana Marjanov
      Telefon 07071 204-2402
      E-Mail tatjana.marjanov@tuebingen.de
      Zuständigkeit: Neue Anträge
      Svenja Saile
      Telefon 07071 204-2570
      E-Mail svenja.saile@tuebingen.de
      Zuständigkeit: Neue Anträge
      Angelika Amann
      Telefon 07071 204-2396
      E-Mail angelika.amann@tuebingen.de
      Zuständigkeit: Laufendes Verfahren, Bezirk Nord
      Julia Bölzle
      Telefon 07071 204-2564
      E-Mail julia.boelzle@tuebingen.de
      Zuständigkeit: Laufendes Verfahren, Bezirk Nord
      Sigrun Riegger
      Telefon 07071 204-2399
      E-Mail sigrun.riegger@tuebingen.de
      Zuständigkeit: Laufendes Verfahren, Bezirk Nord
      Cornelia Horrer
      Telefon 07071 204-2458
      E-Mail cornelia.horrer@tuebingen.de
      Zuständigkeit: Laufendes Verfahren, Bezirk Süd
      Annett Kamenik
      Telefon 07071 204-2723
      E-Mail annett.kamenik@tuebingen.de
      Zuständigkeit: Laufendes Verfahren, Bezirk Süd