Kanalnetz
Das Tübinger Kanalnetz ist rund 422 Kilometer lang. Neben dem Abwasser der mehr als 90.000 Einwohnerinnen und Einwohnern leitet es die Abwässer von Industrie, Gewerbe, Universität und Kliniken ab.
An die Kanalisation sind alle Tübinger Haushalte angeschlossen. Das gesamte Abwasser des Stadtgebietes läuft im Regenüberlaufbecken Bismarckstraße in Lustnau zusammen. Um die Funktionsmäßigkeit der Kanäle zu garantieren, muss jeder Meter des Kanalnetzes regelmäßig untersucht werden. So wird verhindert, dass der Kanal einstürzt oder Abwasser ins Grundwasser gelangt.
Für die traditionelle Untersuchung der Kanäle müssen diese vorher geleert und gereinigt werden. Tübingen verwendet stattdessen eine fortschrittliche Technik zur Kanaluntersuchung: Die Kanäle werden mithilfe einer Drohnenbefliegung untersucht. Die fliegende Kamera kann den Kanal oberhalb des Wasserspiegels befliegen und so das nötige Bildmaterial liefern.