Wärmebelastung und Kaltluftströmung – Erkenntnisse der gesamtstädtischen Stadtklimaanalyse
Das sich wandelnde Klima führt in Tübingen zu steigenden Temperaturen, zunehmenden Hitzebelastungen und einer Veränderung des Wasserhaushalts. Im Juli 2024 hat die Stadtverwaltung die Erstellung einer gesamtstädtischen Stadtklimaanalyse beauftragt. Aufgrund des technologischen Fortschritts kann diese das bestehende Kaltluftgutachten von 2013 / 2019 um detailliertere Aussagen im Bereich der Kaltluft sowie der Wärmebelastung erweitern. Die hochaufgelösten Simulationen zeigen, dass die Universitätsstadt Tübingen in hohem Maße von nächtlichen Kaltluftströmungen aus dem Umland profitiert. Tagsüber können jedoch hohe Wärmebelastungen in stark versiegelten und gering verschatteten Bereichen auftreten. Die neu gewonnenen Erkenntnisse dienen nach wie vor als Grundlage für städtebauliche Planungen und die Bauleitplanung. Des Weiteren bilden sie eine wichtige Grundlage für Maßnahmen im Bereich der Bevölkerungssensibilisierung, für Projekte im Hoch- und Tiefbau sowie für das derzeit in Erarbeitung befindliche Klimaanpassungskonzept.
