Veranstaltungsreihe: Woche der Unsichtbaren Barrieren 12. bis 23. Oktober 2026
Meldung vom 28.09.2026
Was sind unsichtbare Barrieren? Wie schränken sie die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen ein oder verhindern sie?
Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Woche der Unsichtbaren Barrieren.
Sie steht unter dem Motto „ In den Blick nehmen! - Unsichtbare Barrieren erkennen – gemeinsam Lösungen finden und gestalten“.
Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, unsichtbare Barrieren bekannter zu machen und die Öffentlichkeit dafür zu sensibilisieren. Vor allem aber steht im Mittelpunkt: Wie können diese Barrieren in Stadt und Landkreis abgebaut werden?
Alle Interessierten sind herzlich zu den Veranstaltungen eingeladen.
Überblick über die Veranstaltungen
„... da ist doch was!“ -Unsichtbare Barrieren in Tübingen
Infostand
Montag, 12. Oktober, 10 bis 13 Uhr,
Holzmarkt, 72070 Tübingen
Klischees und unsichtbare Barrieren:
Wie falsche Vorstellungen über Autismus und ADHS den Alltag von Betroffenen beeinflussen
Impulse und Gesprächsrunde
Mittwoch, 14. Oktober, 19 bis 21 Uhr,
Stadtbücherei Hauptstelle, Nonnengasse 19
Licht und Ton im öffentlichen Raum: zu hell, zu grell, zu laut, zu schnell, ...
Sensorischer Stadtspaziergang mit Carsten Spanheimer, M.sc. Physik
Donnerstag, 15. Oktober, 17 bis 18.30 Uhr,
Karlstraße/Einmündung Friedrichstraße vor Zinser-Haupteingang
Fragen zum Thema Autismus? - Wir beraten Sie!
Offene Sprechstunde
Freitag, 16. Oktober 2026, 13.30 bis 16.30 Uhr,
Fach- und Koordinierungsstelle Autismus, Karlstraße 3, 72072 Tübingen (2. Stock, in den Räumen des Neckar HUB)
Schmetterlinge im Ohr
Film-Komödie, Frankreich 2021, 94 Minuten Film-Vorführung mit Gesprächsrunde,
Freitag, 16. Oktober, 16 bis 18 Uhr,
Kino Museum, Am Stadtgraben 2
Da ist doch was! - Unsichtbares sichtbar machen
Ausstellungseröffnung
Montag, 19. Oktober 2026, 16.30 bis 17.30 Uhr, Café Sozial, Derendinger Straße 50
Die Ausstellung dauert vom 19. Oktober 2026 bis 22. Februar 2026
Öffnungszeiten
Montag, Mittwoch und Donnerstag 8.30 bis 12 Uhr und 13.30 bis 16 Uhr
Dienstag 8.30 bis 12 Uhr und 14 bis 17.30 Uhr
Freitag 8.30 bis 12 Uhr und 13.30 bis 15 Uhr
Wege zur Chancengleichheit – Nachteilsausgleich in der Ausbildung für Personen im Autismus-Spektrum
Vortrag mit Cathrin Koch, IHK Reutlingen und Ute Eißler, Autismusbeauftragte beim Staatlichen Schulamt Berufliche Schulen
Montag, 19. Oktober 2026, 18 bis 20 Uhr,
Gewerbliche Schule Tübingen, Raichbergstr. 81-83
Achtsames Bouldern mit Kindern aus dem Autismus-Spektrum
Workshop
Dienstag, 20. Oktober, 15 bis 16.30 Uhr, B 12 DAV-Boulderzentrum Tübingen-Lustnau, Bismarckstr. 142
Achtsames Bouldern mit jungen Erwachsenen aus dem Autismus-Spektrum
Workshop
Dienstag, 20. Oktober, 17 bis 18.30 Uhr,
B 12 DAV-Boulderzentrum Tübingen-Lustnau, Bismarckstr. 142
Safewards – Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellen, Sicherheit erhöhen, Zwang vermeiden
Vortrag und Gespräch mit Dr. med. Marie Mangold, Assistenzärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Tübingen
Dienstag, 20. Oktober, 17 bis 18.30 Uhr,
Gemeindepsychiatrisches Zentrum /Freundeskreis Mensch e. V., Eisenbahnstraße 61, 72072 Tübingen
Achtsames Bouldern für Menschen in der Nachsorge
Workshop
Mittwoch, 21. Oktober, 17.30 Uhr bis 19 Uhr,
B 12 DAV-Boulderzentrum Tübingen-Lustnau, Bismarckstr. 142
Hinter der Fassade: Nicht sichtbare Behinderungen verstehen, Barrieren abbauen
Workshop ‚
Donnerstag, 22. Oktober, 18.30 bis 20.30 Uhr, adis e.V., Bismarckstr. 136, Veranstaltungsraum
Weitere Veranstaltungshinweise Oktober bis Dezember 2026
Hochsensible Kinder gut unterstützen und begleiten - Eltern sein in Tübingen
Dienstag, 6. Oktober, 20 bis 21.30 Uhr
Online-Vortrag und Gespräch mit Eva Schaber, Politologin M.A., Pädagogin, Mediatorin, Gründerin Kompass Hochsensibilität
Anmeldung: unter www.fbs-tuebingen.de/eltern-und-lebensthemen, Nummer der Veranstaltung: 262-4001O. Nach der Anmeldung erhalten Sie einen Zoom-Zugangscode zugeschickt. Bitte beachten Sie, dass die Teilnahme nur mit aktiver Kamera und Mikro möglich ist!
Da ist doch was! - Unsichtbares sichtbar machen
Ausstellung vom 19. Oktober 2026 bis 22. Februar 2027
Café Sozial, Derendinger Straße 50
Öffnungszeiten
Montag, Mittwoch und Donnerstag 8.30 bis 12 Uhr und 13.30 bis 16 Uhr
Dienstag 8.30 bis 12 Uhr und 14 bis 17.30 Uhr
Freitag 8.30 bis 12 Uhr und 13.30 bis 15 Uhr
Freies Radio Wüste Welle: Studio Neurodivers
Talks und Infos rund um die Themen Autismus, ADHS, unsichtbare Barrieren und sensorische Zumutungen
Sendetermine
Dienstag, 26. Mai, 17 Uhr
Wenn man nicht in diese Welt passt – Autismusspektrum
Dienstag., 23. Juni, 17 Uhr
Sensorische Zumutungen und Interview mit Ruth Graß und Julia Merz von der Fach- und Koordinierungsstelle Autismus Tübingen
Dienstag, 21. Juli, 17 Uhr
Zuviel und gleichzeitig zu wenig - Gesprächsrunde über ADHS und AuDHS
Dienstag, 18. August, 17 Uhr
Interviews zu sensorischen Zumutungen
Dienstag, 15. September, 17 Uhr
Gesprächsrunde zu unsichtbaren Barrieren und Maßnahmen in Stadt und Landkreis Tübingen mit Silvia Plumm, Kreisbehindertenbeauftragte sowie Tobias Stäbler und Elvira Martin, Team Inklusion Universitätsstadt Tübingen
Dienstag, 13. Oktober, 17 Uhr
Stimmenfang zum Thema unsichtbare Barrieren sowie Hinweise auf die Veranstaltungen der Woche der unsichtbaren Barrieren vom 12. bis 23. Oktober 2026
Konzept, Redaktion und Moderation: Carsten Spanheimer
… und alles zum Nachhören unter: Freies Radio Wüste Welle - Studio Neurodivers
Sonderausstellung: Schreiben für die Seele – von Hölderlin bis heute
Ab 11. September 2026
Museum Hölderlinturm, Bursagasse 6
Öffnungszeiten:
Montag, Donnerstag, Freitag, Samstag, Sonntag 11 bis 17 Uhr; Dienstag und Mittwoch geschlossen
Kann Schreiben helfen, Gedanken zu ordnen, Krisen zu bewältigen oder neue Perspektiven zu entwickeln? Was bewegt Menschen dazu, über sich selbst und ihre Erfahrungen zu schreiben – und was geschieht dabei?
Begleitprogramm zur Sonderausstellung:
Dazu gehören unter anderem Führungen, Lesungen, Workshops und Gesprächsformate, die unterschiedliche Perspektiven auf die Themen Schreiben, psychische Gesundheit und gesellschaftliche Teilhabe eröffnen.
Unter anderem:
Inklusive Schreibwerkstatt mit der Lebenshilfe Tübingen e.V. als Teil des Begleitprogramms
Samstag, 12. Dezember, 14 bis 16 Uhr,
Der Eintritt ist frei.
Das Museum Hölderlinturm ist nicht barrierefrei zugänglich.
Weitere Veranstaltungen des Begleitprogramms sowie Informationen zur Ausstellung unter https://hoelderlinturm.de/sonderausstellungen/schreiben-fuer-die-seele
Zum Herunterladen:
In Kürze ist hier die Broschüre zur Veranstaltungsreihe verfügbar.
Weitere Informationen
Die Woche der Unsichtbaren Barrieren ist eine Kooperation der Universitätsstadt Tübingen mit adis e. V. - Antidiskriminierung - Empowerment - Praxisentwicklung, der Fach- und Koordinierungsstelle Autismus im Landkreis Tübingen, FORUM & Fachstelle INKLUSION, dem Freundeskreis Mensch e.V., der Habila GmbH, der Kreisbehindertenbeauftragten des Landkreises Tübingen und dem Verein für Sozialpsychiatrie e.V.. Darüber hinaus haben zahleiche weitere Organisationen und Institutionen das Programm mitgestaltet.
Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.
Abweichende Angaben zu Kosten sind in der Broschüre nachzulesen.
Alle Veranstaltungsorte sind barrierefrei zugänglich und verfügen über eine Induktive Höranlage. Bitte beachten Sie dazu die Piktogramme in der Broschüre zur Veranstaltungsreihe.
Zum Hintergrund
Im öffentlichen Bewusstsein und in persönlichen Wahrnehmungen besteht häufig Unkenntnis über unsichtbare Barrieren und wie sie von den Betroffenen aus ihren ganz unterschiedlichen Perspektiven heraus erlebt werden.
Diese Barrieren sind zwar unsichtbar beziehungsweise scheinen unsichtbar zu sein.
Für Menschen, die auf solche unsichtbaren Barrieren treffen, sind diese Barrieren aber keineswegs unsichtbar! Sie hinterlassen deutliche Spuren in ihrem Leben. Solche Situationen zu erleben und auszuhalten kostet viel Kraft und erschöpft.
Unsichtbare Barrieren sind zum Beispiel:
- Barrieren in der Kommunikation,
- Barrieren durch soziale Normen, Erwartungen und regelhaften Abläufe und
- Barrieren in Verbindung mit sensorischer Gestaltung (z.B. Licht, Geräusche, Gerüche).
Häufig in Verbindung gebracht werden unsichtbare Barrieren auch mit Diagnosen wie Autismus, Asthma, Demenz, Diabetes, Legasthenie, Epilepsie, Multipler Sklerose, Seh- und Hörbeeinträchtigung, psychischen Beeinträchtigungen und vielem mehr.
Für einen Teil der beschriebenen unsichtbaren Barrieren können auf kommunaler Ebene Maßnahmen zu deren Abbau entwickelt und durchgeführt werden.
Erste Ziele und Maßnahmen hat die Universitätsstadt Tübingen dazu bereits zusammengetragen. Das neue Handlungsfeld 13: Unsichtbare Barrieren ergänzt den Aktionsplan 2022: Tübingen inklusiv und barrierefrei.
Zum Herunterladen in Standardsprache und in Leichter Sprache:
Handlungsfeld 13: Unsichtbare Barrieren