Impulsvortrag: "Die Umsetzung der Istanbul-Konvention – Zahlen, Daten, Fakten"
Vortrag: Anne Daetz und Lilly Hickisch (Deutsches Instituts für Menschenrechte)
Der Handlungsdruck bleibt hoch: Der Fachimpuls des Deutschen Instituts für Menschenrechte verdeutlichte, dass geschlechtsspezifische und häusliche Gewalt weiterhin ein gravierendes Menschenrechtsproblem darstellt. Zugleich wurde deutlich, dass das bestehende Hilfesystem trotz wichtiger Fortschritte noch Versorgungslücken aufweist, insbesondere bei Schutzplätzen und Fachberatungsangeboten. Für bedarfsgerechte Planung bedarf es zudem einer vollständigen und systematischen Datenerhebung. Insbesondere Informationen zu Frauen in vulnerablen Lebenslagen, zur Barrierefreiheit, zu Dolmetschungsangeboten sind bislang unzureichend erfasst. Als zentrale Voraussetzung für wirksamen Gewaltschutz wurde eine verlässliche, strukturelle Finanzierung benannt. Mit dem Gewalthilfegesetz entstehen zudem neue Verpflichtungen für Länder und Kommunen, insbesondere mit Blick auf den ab 2032 geltenden Rechtsanspruch auf Schutz und Beratung. Insgesamt wurde der Handlungsdruck für die kommunale Ebene klar unterstrichen.
Präsentation Impulsvortrag: "Die Umsetzung der Istanbul-Konvention – Zahlen, Daten, Fakten"