Bahnübergang Derendingen
Der Bau der Regional-Stadtbahn Neckar-Alb hat auch Auswirkungen auf die Verkehrsführung in Derendingen: Mit dem Ausbau der Zollern-Alb-Bahn würden sich die Schließzeiten am bestehenden Bahnübergang Derendingen deutlich erhöhen. Deshalb stellt sich die Frage, ob der Bahnübergang an der Sieben-Höfe-Straße erhalten bleiben kann oder ob die Querung künftig über eine Unterführung erfolgen sollte.
Die Gründe und Rahmenbedingungen dafür und die möglichen Szenarien für die Zukunft sind Thema einer Bürgerinformationsveranstaltung. Zuvor bietet der Zweckverband Regional-Stadtbahn Neckar-Alb gemeinsam mit der DB InfraGO AG einen Spaziergang zum Bahnübergang Derendingen mit Halt an relevanten Orten an.
Zu beiden Veranstaltungen sind alle Interessierten herzlich eingeladen:
Spaziergang zum Bahnübergang Derendingen
am Freitag, 23. Oktober 2026, 17 Uhr,
Treffpunkt: Parkplatz des Kindergartens Alte Mühle, Sieben-Höfe-Straße 4/1
Der Trassenspaziergang bietet die Möglichkeit, sich vor Ort ein Bild der Zollern-Alb-Bahn in Derendingen und der vorgesehenen Maßnahmen zu machen. Dabei werden unter anderem der Bahnübergang Derendingen, die Personenunterführung Mühlbach, der Haltepunkt Derendingen und die Konrad-Adenauer-Straße betrachtet. Prof. Tobias Bernecker, Geschäftsführer des Zweckverbands Regional-Stadtbahn Neckar-Alb, und Stefan Schultz, Gesamtprojektleiter Zollern-Alb-Bahn bei der DB InfraGO AG, zeigen entlang der Trasse die wesentlichen Punkte auf. Für Fragen zum lokalen Hintergrund sind auch Baubürgermeister Cord Soehlke und Daniel Hammer, Leiter der städtischen Fachabteilung Verkehrsplanung, beim Spaziergang dabei.
Bürgerinformationsveranstaltung
am Freitag, 23. Oktober 2026, 19 Uhr,
in der Turnhalle Feuerhägle, Primus-Truber-Straße 47
Oberbürgermeister Boris Palmer begrüßt und führt ins Thema ein. Danach erläutert Prof. Tobias Bernecker, Geschäftsführer des Zweckverbands Regional-Stadtbahn Neckar-Alb, den aktuellen Planungsstand zum Ausbau der Zollern-Alb-Bahn, die konkreten Auswirkungen auf den Bahnübergang Derendingen sowie die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen verschiedener Handlungsoptionen (Ertüchtigung, Schließung, Ersatzbauwerk). Baubürgermeister Cord Soehlke und Daniel Hammer, Leiter der städtischen Fachabteilung Verkehrsplanung, stellen erste Ideen vor, welche Möglichkeiten es künftig für die Querung der Bahnstrecke in Derendingen gäbe, wenn der Bahnübergang dauerhaft geschlossen werden sollte. Dabei werden auch die jeweiligen Auswirkungen auf den Verkehr betrachtet. Im Anschluss ist Gelegenheit für Fragen und Diskussion.
Der Bahnübergang Derendingen ist eine wichtige Verbindung im örtlichen Verkehrsnetz – insbesondere für den Fuß- und Radverkehr und in Bezug auf die Vernetzung von Derendingen. Die gemeinsame Informationsveranstaltung von Zweckverband und Stadt macht die Rahmenbedingungen transparent und stellt die verschiedenen Möglichkeiten für die zukünftige Querung vor. Die Vorplanung für die Zollern-Alb-Bahn wird der Zweckverband Regional-Stadtbahn Neckar-Alb spätestens Anfang 2027 abschließen und die Planung dann an die DB InfraGO übergeben. Deshalb soll der Tübinger Gemeinderat im Dezember 2026 eine Vorzugsvariante auswählen. Dafür ist vorgesehen, das Thema zuvor mit dem Ortsbeirat Derendingen, im Planungsausschuss und im Gemeinderat ausführlich zu erörtern.