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Kulturhalle

Plakat zur Ausstellung "Der steinige Weg, oder wie der Hase so läuft" in der Kulturhalle
Bild: Peter Michael Weber

Der steinige Weg, oder wie der Hase so läuft

Ausstellung vom 2. bis 31. Oktober 2020

Die Ausstellung ist der Versuch einer Verflechtung von Wissenschaft und Kunst. Anhand der Symbole Stein, Hand und Hase treten zwei Archäologen und zwei Künstler aus Tübingen in einen künstlerisch-wissenschaftlichen Dialog mit der Menschheitsgeschichte und spannen einen Bogen von heute zu den Ursprüngen der Kunst in der Steinzeit.

Harald Floss, Professor am Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Tübingen, zeigt Bezüge zwischen prähistorischen, 20.000 Jahre alten Hasenabbildungen und Osterhasendarstellungen auf Aluminiumpapier aus unserer Zeit. Marius Achtelik, Doktorand von Harald Floss, untersucht mit kriminalistischer Technik und Genauigkeit 30.000 Jahre alte Handabdrücke. Dieter Luz, Künstler und freier Architekt, zeigt die Installation „Die Welle“ mit 700 schwebenden Steinen. Der Fotograf Peter Michael Weber interpretiert in seinen Fotoarbeiten neolithische Gravuren und die wohl am weitesten verbreitete Darstellung in der Felsmalerei: positive und negative Handabdrücke.

Öffnungszeiten
Mittwoch bis Freitag: 16 bis 19 Uhr
Samstag: 11 bis 16 Uhr (am 3. Oktober geschlossen)

Alles was war, ist – Alles was wahr ist

Virtuelle Ausstellung vom 14. September bis 5. November

Der Künstler Bernd Haussmann ist gebürtiger Tübinger und lebt seit 30 Jahren in Amerika. In den letzten elf Jahren hat er seine Werke immer wieder in seiner Heimatstadt ausgestellt, unter anderem in der Galerie Fingur, in der Universität und im Stadtmuseum Tübingen. Aufgrund der Corona-Pandemie präsentiert er seine für August 2020 geplante Ausstellung in der Kulturhalle nun virtuell.

Den Wechsel in den virtuellen Raum nimmt der Künstler zum Anlass, um über Kunst im virtuellen Raum nachzudenken. Damit setzt er einen Arbeitszyklus fort, der bereits 2019 mit einer Ausstellung in der Galerie Fingur begann. Bernd Haussmann selbst über das Projekt: „Rahmen und Fokus des ersten Teils meines Projekts waren Erinnerung, Heimat, Inspiration, Kontemplation, Meditation, quasi eine Autobiografie. Es erfährt nun eine Erweiterung hin zur Frage nach dem Status der Wirklichkeit. Von meiner Geschichte, meiner Umwelt zu dem, was jetzt ist, was uns alle betrifft. Die Natur, die wir sind und die Natur, die wir uns schaffen. Was wir selbst geschaffen haben, erfahren wir jetzt. Das, was ist und was war und was wahr geworden ist."

Kunst und Virtualität. Digitale Diskussionsrunde mit Bernd Haussmann und Dagmar Waizenegger

„Wir leben unser Leben in einer ständig wachsenden virtuellen Welt, während die wahre Welt immer kleiner wird. Corona hat diese Entwicklung noch einmal verstärkt. Die digitale Welt hat unsere Wirklichkeit fest im Griff, jedoch verdrängen wir derweil die Frage danach, was wirklich wirklich ist. Wie steht es um die Wirklichkeit der Kunst im virtuellen Raum? Ist dieses Bild virtuell oder wirklich? Echt oder falsch?“

Bildergalerien der virtuellen Ausstellung „Alles was war, ist – Alles was wahr ist“

Works on paper

OPENINGS - Topologies of Circles and Ovals 2019

Openings are possibilities, challenging of ideas, focusing through limitation. With every new opening new information gets transmitted, transferred from consciousness into reality. Which is one and the same.

Öffnungen sind Möglichkeiten, Ideen hinterfragen, Fokusierung durch Einschränkung. Mit jeder neuen Öffnung werden neue Informationen vermittelt, vom Bewußtsein in die Realität transponiert. Was im Eigentlichen dasselbe ist.

Bild: Bernd HaussmannBild: Bernd HaussmannBild: Bernd Haussmann

The Nature of All Things

Auswahl aus der Fotoserie „The Nature of All Things“ 2019 bis 2020

One thing reminds us of another, the other of the one.
Nothing exists on its own.
Everything is part of everything. Interconnected.
Nothing gets lost.
That is the nature of all things.


Eines kommt zum anderen, das andere erinnert uns an das Eine. Nichts existiert im Vakuum. Alles ist Teil von Allem. Verknüpft. Nichts geht verloren. Das ist die Natur der Dinge, der Weltlauf.

„The Nature of All Things“ entwickelte sich aus der Gemäldeserie „The Nature of Things“ welche Bernd Hausmann in den 1990er Jahren begann.

 

Bild: Bernd HaussmannBild: Bernd HaussmannBild: Bernd HaussmannBild: Bernd HaussmannBild: Bernd HaussmannBild: Bernd HaussmannBild: Bernd HaussmannBild: Bernd HaussmannBild: Bernd HaussmannBild: Bernd HaussmannBild: Bernd HaussmannBild: Bernd HaussmannBild: Bernd HaussmannBild: Bernd Haussmann

From the Nature of Things – Review 2020

Visiting the past is always dangerous.
We expect to find again what we did then.
And we are disappointed when we don't.
We know that memory is creative and we also know that nothing remains what it was.

Der Weg zurück ist immer gefährlich.
Wir erwarten, das wiederzufinden, was damals war.
Und wir sind enttäuscht, wenn das nicht zutrifft.
Wir wissen, dass das Erinnern ein kreativer Vorgang ist und wir wissen ebenfalls, dass dies nicht gleichbleibend ist.

Bild: Bernd HaussmannBild: Bernd HaussmannBild: Bernd HaussmannBild: Bernd Haussmann

From the Nature of Things – Hauch 2020

Hauch ist von etwas. Fast nichts. Von allem. Vor allem zart und fragil und unwiederbringbar. Ein Flüstern. Ahnung. Ein Hinweis, dass das, was ist, einmalig ist.

Diese Arbeiten beziehen sich ebenfalls auf die Serie „From the Nature of Things“ aus den 1990er Jahren.

Bild: Bernd HaussmannBild: Bernd HaussmannBild: Bernd HaussmannBild: Bernd HaussmannBild: Bernd HaussmannBild: Bernd Haussmann

Mountains and Oceans 2008 bis 2015

Mountains and Oceans is about the physical world and about abstract space, a geographical place and a dream. It is about myth and science, about the natural environment and the human existence. It is about a longing for space and light and a metaphor for the cycle of life.

Mountains and Oceans dreht sich um die physikalische Welt und abstrakten Raum, einen geographischen Ort und einen Traum. Die Serie beschäftigt sich mit Mythen und Wissenschaft, unsere natürliche Umgebung und die menschliche Existenz. Es geht um die Sehnsucht nach Raum und Licht und ist eine Metapher für den Kreislauf des Lebens.

Bild: Bernd HaussmannBild: Bernd HaussmannBild: Bernd HaussmannBild: Bernd HaussmannBild: Bernd Haussmann

SILKSCREENS 2019

Repurposed silk screens from pre-digital era.
Source: advertisement materials from a silkscreen print company that closed in the 1990s.

Die Inspiration, die von außen kommt. Was als Werbung geplant war, wird zu meiner Inspiration. Was mit Absicht entstand, wird absichtslos weitergeführt.

Bild: Bernd HaussmannBild: Bernd HaussmannBild: Bernd HaussmannBild: Bernd Haussmann